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25.03.2009 11:45 Alter: 3 yrs

Viele Tausende Einwendungen gegen Heizkraftwerk

Gegen das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang in Ettringen sind Tausende von Einwendungen vorgebracht worden. Allein in den vergangenen 6 Wochen sind beim Unterallgäuer Landratsamt fast 7.500 neue Einwendungsschreiben gegen die vorgesehen Anlage eingegangen. Diese werden nun in den kommenden Wochen bearbeitet und Ende Mai, am 25., in einem Erörterungstermin behandelt. Dieser wird in der Turnhalle des Maristenkollegs in Mindelheim stattfinden. Ebenso berücksichtigt werden bei diesem Termin die rund 3.500 Einwendungen, die schon im vergangenen Jahr bei der Auslegung der 1. Planung beim Landratsamt eingereicht wurden. Somit beläuft sich die Zahl der Einwendungsschreiben gegen den geplanten Neubau des Heizkraftwerks auf insgesamt 10.900.

 

Die Bürgerinitiative Schwabmünchen/Hiltenfingen im Verein Gesundes Wertachtal ist mit ihrer Aktion gegen die Pläne der Firma Lang zufrieden: Mehr als 1700 Einwendungen sammelten die Mitglieder aus den gelben Boxen in Schwabmünchens Geschäften, Arztpraxen, Apotheken und dem Vorzimmer des Bürgermeisters sowie bei Haussammlungen in Schwabmünchen, Hiltenfingen und Schwabegg sowie an Ständen in der Innenstadt. Die Einwendungen werden heute vom „Einwendungsteam" der Bürgerinitiative Schwabmünchen/Hiltenfingen dem Landratsamt Unterallgäu übergeben.

Zu dieser hohen Zahl an Eingaben kommen noch die von den Bürgern direkt an das Landratsamt in Mindelheim gesandten sowie die in der Gemeinde Hiltenfingen abgegebenen Einwendungen hinzu. Für Vorstandsmitglied Dr. Joachim Herbold zeigt dies, dass die Menschen in Schwabmünchen und Hiltenfingen realisiert haben, was mit der drittgrößten Abfallverbrennungsanlage Bayerns auf sie zukommen wird. Dies gilt vor allem mit Blick auf die hohen Risiken für Umwelt und Gesundheit, die sinkenden Immobilienpreise, das Verkehrsaufkommen und den Schutz des Trinkwassers.

Engagiert gesammelt
„Auch die anderen Bürgerinitiativen im Verein Gesundes Wertachtal haben in ihren Städten und Gemeinden engagiert Einwendungen gesammelt. Gemeinsam mit der betroffenen Bevölkerung bringen wir so unseren Protest gegen ein industrielles Großprojekt zum Ausdruck, das die Lebensqualität in der Region auf Jahrzehnte hinaus nachhaltig beeinträchtigen wird", so Dr. Herbold.



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