27.08.2008 Viele Entsorgungswege sind langfristig nicht sicher genug / Gefahr der Freisetzung von gefährlichen Schadstoffen in die Umwelt weit unterschätzt
In vielen industriellen Prozessen fallen Sonderabfälle an, die gefährliche Schadstoffe - zum Beispiel Schwermetalle - in hohen Mengen enthalten. Filterstäube aus der Müllverbrennung, Stahlwerksstäube oder feste Abfälle und Schlämme aus der Abfallbehandlung sind einige typische Beispiele dafür. Doch welche Entsorgungswege nehmen diese Abfälle? Wohin gelangen die in ihnen enthaltenen Schadstoffe? Und wie groß ist das Potenzial einer langfristigen Freisetzung dieser Schadstoffe in die Umwelt? Diesen Fragen sind WissenschaftlerInnen des Öko-Instituts nun erstmals qualitativ und quantitativ nachgegangen....>> weiter
Ersatzbrennstoffheizraftwerke dürfen in Niedersachsen nicht mehr gebaut werden - Neues Energiekonzept muss her
Die Fraktion DIE LINKE im Landtag begrüßt die Entscheidung der Molda AG in Dahlenburg, auf die Müllverbrennung in einem so genannten Ersatzbrennstoffheizkraftwerk (EBS) zu verzichten. „Damit hat sich insbesondere die kompetente und hartnäckige Arbeit der örtlichen Bürgerinitiative ausgezahlt“, sagt Kurt Herzog, umweltpolitischer Sprecher der Fraktion. Die geplante Anlage wäre nicht nur schlecht für die Umwelt gewesen, sondern auch unwirtschaftlich. „Der Müllmarkt ist abgegrast“, sagt Herzog, „aber es ist zu befürchten, dass in Zukunft große Mengen Müll aus dem Ausland importiert und auch in Niedersachsen verbrannt werden.“...>> weiter
Vortrag: Überkapazität thermischer Verwertungsanlagen...>> weiter
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Berichte über Trostberg und Ettringen
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Prof. Braungart über Rußfilter und Fahrverbote:
"Feinstaub ist Körperverletzung"
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Pressemitteilung zum Sternmarsch in Ettringen
von Dr. Hermann Fischer
„Ach du faules Ei!“
Pressemitteilung
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Öffentliches Statement der Bürgerinitiativen zum
„Offenen Brief“ des Betriebsrates der Firma Lang
In einem Mitte Februar an zahlreiche Gemeinden gerichteten Offenen Brief des Betriebsrates der Firma Lang ist von Lügen und Verleumdungen seitens der Bürgerinitiativen die Rede. Da nun der auf der Website von gesundes-wertachtal platzierte Begriff „Informationsdefizit“ des Lang-Betriebsrates für Unruhe sorgt, ist es an der Zeit, einige erläuternde Informationen dazu zu positionieren.
Gesamtes Statement
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Seit etwa 2 Jahren ist vor allem in Deutschland in der Abfallwirtschaft eine neue Goldgräberstimmung ausgebrochen. 
Plötzlich werden im ganzen Land neue Verbrennungsanlagen geplant und genehmigt sowie die Mitverbrennung von Müll in anderen Anlagen – z.B. in Kohlekraftwerken – ausgeweitet. Dieses Vorgehen wirft mehrere umweltpolitische Probleme auf. Der erhebliche Zuwachs an Müllverbrennung führt selbst beim Einsatz moderner Technologie zwangsweise zu deutlich steigenden Luftbelastungen mit Schadstoffen...
"Recht der Natur"
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Erster Erfolg für die Bürgerinitiativen - Fa. Lang geht Selbstverpflichtung ein
- Verzicht auf Rostfeuerung
- Reduzierung der Verbrennungsmenge von EBS und Klärschlamm
- Verbesserung der Brennstoffqualität
- Kontinuierliche Messung von Quecksilber und Stickstoffdioxid
- Online-Veröffentlichung der Emissions-Messwerte
Pressemitteilung der Fa. Lang vom 12.02.08
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Strengere Qualitätsanforderungen für Ersatzbrennstoffe und Klärschl.
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Interessantes zum Thema "Selbstverpflichtung"
Auszug aus dem Bürgerbrief der Interessengemeinschaft
„Gesunde Zukunft – Keine Müllverbrennung bei Müller-Milch“
...Um nun in Neumünster überhaupt noch etwas zu bewegen, haben die Bürger der Betreibergesellschaft einen Vertrag abgerungen, in dem schärfere Grenzwerte vereinbart wurden. Im Jahre 2005 wurden diese vereinbarten Grenzwerte weit überschritten. Auch 2006 wurden die Grenzwerte bei Dioxinen und Furanen, bei Schwermetallen und beim Gesamtstaub um ca. das Doppelte überschritten. Einklagbar sind die Werte in so einem Vertrag nicht. Also ist es besser, eine geplante Verbrennungsanlage im Vorfeld zu verhindern...
Gesamter Bürgerbrief
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Zusammenfassung der Studien über Gesundheitsschäden bei MVA-Arbeitern
Auszug " Aktueller Forschungsstand über den Einfluss der Müllverbrennung auf die Gesundheit des Menschen"
Michelle Allsopp, Pat Costner und Paul Johnston Greenpeace Forschungslabors, Universität Exeter England
Biomarker der Exposition
Erhöhte Anzahl an Mutagenen im Urin. Feste Verbrennungsrückstände und Schornsteinemissionen sind mutagen, d.h. sie können das Erbgut verändern. MVA-Arbeiter sind demzufolge mutagenen Verbindungen ausgesetzt. Eine erhöhte Anzahl an Mutagenen im Urin weist auf eine Exposition mit mutagenen Verbindungen hin. (Studie aus den Jahren 1990 und 1992.) Erhöhte Konzentration an Hydroxypyren im Urin. Hydroxypyren ist ein Indikator für eine interne Exposition mit PAHs. Das Studienergebnis deutet auf eine erhöhte PAH-Exposition hin (1992). Erhöhte Mengen an Thioäthern im Urin. Thioäther im Urin sind ein Indikator für eine Exposition mit elektrophilen Verbindungen wie PAHs. Die Studienergebnisse deuten auf eine Exposition mit elektrophilen Verbindungen hin (1981).
Krebs
3,5-fach erhöhtes Sterblichkeitsrisiko bei Lungenkrebs. Personen, die zwischen 1920 und 1985 bei einer schwedischen Verbrennungsanlage für Siedlungsmüll beschäftigt waren (1989). 1,5-fach erhöhtes Sterblichkeitsrisiko bei Speiseröhrenkrebs. Personen, die zwischen 1920 und 1985 bei einer schwedischen Verbrennungsanlage für Siedlungsmüll beschäftigt waren. In Verbindung mit Anhaltspunkten aus anderen Untersuchungen weist das Studienergebnis auf ein erhöhtes Gesundheitsrisiko der Arbeiter hin (1989). 2,79-fach erhöhtes Sterblichkeitsrisiko bei Magenkrebs. Personen, die zwischen 1962 und 1992 bei einer italienischen Verbrennungsanlage für Siedlungsmüll beschäftigt waren. Einige der erhöhten Werte sind möglicherweise auf konfundierende (i.e. das Untersuchungsergebnis verfälschende) Faktoren zurückzuführen (1997).
Andere Einflüsse
Erhöhtes Sterblichkeitsrisiko bei ischämischer Herzerkrankung. Personen, die zwischen 1920 und 1985 bei einer schwedischen Verbrennungsanlage für Siedlungsmüll beschäftigt waren. Das Studienergebnis war bei Arbeitern mit einer Beschäftigungsdauer von mehr als 40 Jahren statistisch signifikant (1989). Stark erhöhte Inzidenz der Hyperlipidämie (hohe Anteile an Fett). Ein direkter Zusammenhang zwischen der Dioxinkonzentration im Blut und der Aktivität der natürlichen Killerzellen ist wahrscheinlich (Auswirkung auf das Immunsystem). Geändertes Geschlechtsverhältnis der Nachkommenschaft. Verminderte Leberfunktion. Erhöhtes Allergierisiko. Personen, die bei einer japanischen MVA beschäftigt waren, die zwischen 1988 und 1997 in Betrieb war. Die erhöhte Inzidenz von Hyperlipidämie war signifikant. Veränderung der Immunzellen. Das geänderte Geschlechtsverhältnis war statistisch nicht signifikant. Ein direkter Zusammenhang zwischen Allergien und Dioxinexposition muss erst bestätigt werden (2000). Stark erhöhte Inzidenz der Proteinurie (Vorkommen von Eiweiß im Urin) und Hypertonie (Bluthochdruck). Möglicherweise erhöhte Inzidenz von peripheren Atemwegserkrankungen (nicht bestätigte Diagnose). Anomale Zusammensetzung des Blutes. Bei einer US-amerikanischen Verbrennungsanlage für Siedlungsmüll beschäftigte Personen. Die Anzahl der Arbeiter mit signifikanter Proteinurie war stark erhöht (1992). Chlorakne (eine durch Dioxinexposition bedingte Hauterkrankung). Die Chlorakne wurde bei einem Arbeiter diagnostiziert, der bei einer alten japanischen MVA beschäftigt war und eine hohe Dioxinkonzentration im Blut aufwies (1999).
MVA und Anrainer
”Gelangen Schadstoffe aus einer Müllverbrennungsanlage in die Luft, können die Anrainer der Anlage diesen Emissionen entweder direkt oder indirekt ausgesetzt sein: direkt über die Atemluft, indirekt über die Nahrungskette, bedingt durch die Ablagerung von Schadstoffen aus der Luft im Boden, in der Vegetation und im Wasser. Bei Schwermetallen und anderen besonders langlebigen Umweltgiften erstrecken sich die möglichen Auswirkungen weit über die unmittelbare Umgebung der Verbrennungsanlage hinaus. Einmal freigesetzt, können Dauergifte große Entfernungen zurücklegen, etliche chemische und physikalische Transformationsprozesse durchlaufen und sich währenddessen immer wieder in der Erde, im Wasser oder in der Nahrung anreichern.” US National Research Council (2000)
GREENPEACE "Müllverbrennung und Gesundheit"
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» 30.01.2008 6:00 Landrat nimmt zu Ettringer Heizkraftwerk Stellung
Der Unterallgäuer Landrat Hans Joachim Weirather hat zum geplanten Bau eines Heizkraftwerkes der Papierfabrik Lang in Ettringen Stellung bezogen.
Dabei macht er deutlich, dass das neue Werk deutlich weniger Schadstoffe ausstoßen wird als die bisherige Versorgungsanlage. So werde die Schwefeldioxid-Emmission um 95 Prozent reduziert.
Der Staubausstoß und der Anteil der Schwermetalle würden nahezu halbiert.
Wenn alle gesetzlichen Auflagen eingehalten würden, müsse das Landratsamt auch eine Genehmigung erteilen, so Weirather.
In das Verfahren sei auch das Bayerische Landesamt für Umweltschutz einbezogen.
Stellungnahme
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Bund Naturschutz, Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu
zur Presseerklärung von Landrat Weirather vom 29.01.2008
Kreistags-Resolution
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von Bündnis 90/Die Grünen und der ÖDP vom 01.02.08

Südansicht von Ettringen im Jahre 2011!

Umweltbericht UPM zum Kraftwerk Schongau
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