10.12.08 Langzeitschäden sind nicht ausgeschlossen
Zum Artikel „Wir wollen auch in 15 Jahren noch gesund leben können" vom 3. Dezember über einen Vortrag Gernot Hartwigs, Leiter des Landesarbeitskreises Abfall des Bund Naturschutz, über das in Ettringen geplante Heizkraftwerk.
„Ich pflichte Herrn Gernot Hartwig bei, dass es sich hier um eine Müllverbrennungsanlage handelt und zwar um die zweitgrößte in ganz Bayern, mit einer Filteranlage nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz von 1990. Kraftfahrzeugen, die in diesen Jahren vom Band liefen, ist mittlerweile die Zufahrt in viele der größeren deutschen Städte verwehrt. Man muss sich doch fragen, nach welchen Kriterien hier die Genehmigungen erteilt werden.
Die in den Abgasen enthaltenen giftigen Ruß-, Staub- und Feinstaubpartikel werden in der Region Allgäu und den angrenzenden Kreisen bequem über die Luft entsorgt. Dort werden sie vielleicht nicht heute oder morgen jemanden schädigen, aber Langzeitschäden sind nicht ausgeschlossen."
Peter Thannheiser Helchenried
BUCHLOER ZEITUNG
09.12.08 Ein Kompromiss muss möglich sein
Diskussion Bürgerinitiative Lamerdingen-Kitzighofen kämpft weiter gegen drohende Müllverbrennung der Firma Lang
Lamerdingen | bz | Die Bürgerinitiative (BI) Lamerdingen-Kitzighofen kämpft in enger Zusammenarbeit mit dem Verein «Gesundes Wertachtal» weiterhin gegen die drohende Müllverbrennung im geplanten Heizkraftwerk der Papierfabrik Lang in Ettringen an. Dies wurde bei einer Informationsveranstaltung im Lamerdinger Gasthaus «Sonne» deutlich...»weiter»
LANDSBERGER TAGBLATT
03.12.08 „Wir wollen auch in 15 Jahren noch gesund leben“
Türkheim Gernot Hartwig will nicht orakeln, aber: „Ich habe schon mal in Buchloe auf einer Demo gegen Müllverbrennung gesprochen. Damals ist sie nicht gekommen. Jetzt red' ich halt wieder.“ Und zwar im Gasthaus Rosenbräu, dessen beinahe voll besetzter Saal beweist, dass das Thema „EBS - Müllverbrennung in neuem Gewand?“, das sich auf das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang in Ettringen bezieht, nicht nur dem Leiter des Landesarbeitskreises Abfall des Bund Naturschutzes ein Anliegen ist... »weiter»
10.11.08 Verantwortliche werden vermisst
Ettringen Eine „Mahnwache“ ruft bei aktionshungrigen Zeitgenossen wohl eher ein müdes Gähnen als leuchtende Augen hervor.
Dabei hat Reflexion in unserem vermeintlich über alle Zweifel fortschrittlich geprägten Leben einen berechtigten Platz: Das empfand jeder der knapp hundert Teilnehmer, die den Weg zur demonstrativen Besinnung vor der Myllykoski-Fabrik „Lang-Papier“ in Ettringen am relativ warmen Freitagabend gefunden hatten... »weiter»
SCHWABMÜNCHNER ALLGEMEINE
05.11.08 Bürgerinitiative macht weiter mobil
Landkreis/Gennach (wifu) - Die Bürgerinitiative „Gesundes Wertachtal“ (BI) macht weiter gegen das geplante Heizkraftwerk der Ettringer Firma Lang Papier mobil. Beim Treffen der Vertreter der elf Ortsgruppen im Gennacher Pfarrheim wurde jetzt eine ganze Reihe von verschiedenen Aktionen angekündigt. Der Verein Bürgerinitiative „Gesundes Wertachtal“, ein Zusammenschluss von elf Bürgerinitiativen der Region, zählt 735 Mitglieder. Unterstützt werden die Initiativen von den Kommunen Langerringen, Schwabmünchen, Hiltenfingen, Obermeitingen, Untermeitingen, Klosterlechfeld, Buchloe, Lamerdingen, Hurlach und Amberg... »weiter»
MZ / Schwab.Allg./ Landberger Tagb.: 17.09.09 Mahnwache gegen Müllverbrennung
Schwabmünchen/Ettringen (stö) - Die zahlreichen Gegner des Müllheizkraftwerks machen weiter Druck auf die Firma Lang Papier, die in Ettringen eine Anlage zur Müll- und Klärschlammverbrennung plant. Wie berichtet, gab es gegen das umstrittene Projekt rund 3500 Einwendungen. Zehn Bürgerinitiativen mit rund 700 Mitgliedern haben sich im Verein „Gesundes Wertachtal“ zusammengetan, dessen Vorstandsmitglied Dr. Joachim Herbold aus Hiltenfingen auch künftig eine fachlich fundierte Auseinandersetzung führen will... »weiter»

Was würde Pfarrer Kneipp dazu sagen?
19.07.08 Briefe an die AUGSBURGER ALLGEMEINE zu
„Angst um die saubere Luft" und dem Kommentar
„Aufgeheizt" von Johann Stoll vom 9. Juli 08
Wir sollten endlich zur Kenntnis nehmen, dass die geplante Filtertechnik der Firma Lang nach Aussage von renommierten Experten nicht dem Stand der Technik entspricht und somit Mensch und Umwelt in nicht unerheblicher Weise beeinträchtigt. Diese Anlage wäre nach der zukünftigen neuen Bundes-Immissionsschutzverordnung nicht mehr genehmigungsfähig; genießt aber Bestandsschutz für die nächsten 15 Jahre, wenn dieGenehmigung noch vor Inkrafttreten der neuen Verordnung erfolgt.
Es kann doch wohl nicht sein, dass die Arbeitsplätze nur noch mit dem Zusatzverdienst über die Müllverbrennung gesichert werden können. Sonst wären wohl dem Management der Firma in den letzten Jahren eklatante Fehler auf anderer Ebene unterlaufen.
Mitbewerber beweisen, dass die Energieversorgung einer Papierfabrik auch umweltverträglich erfolgen kann und somit langfristig auch Arbeitsplätze sichert. Augustin Klöck, Großkitzighofen
Es wird immer nur von den Arbeitsplätzen der Firma Lang gesprochen. Was ist mit den Existenzen derer, die von einer gesunden Umwelt und einer ansprechenden Wohngegend abhängig sind? Bauern, Handwerkern, den Kurbetrieben in Bad Wörishofen?
Man kann schon kompromissbereit sein, wenn man sich zuvor das Schlimmste aller vorstellbaren Möglichkeiten genehmigen lassen möchte! Dann wirkt sich jede Tonne Müll, die weniger verheizt wird, positiv aus. Elisabeth Dörfler, Amberg
Beim Kommentar zur Ettringer Müllverbrennung stellen sich mir Fragen an den Autor: Mit wem von den elf Bürgerinitiativen haben Sie gesprochen? Haben Sie jemals eine der über 20 Infoveranstaltungen der Bürgerinitiativen besucht? Und schließlich fragt man sich auch: Von wem wurden Sie aufgeheizt? Jürgen Weber, Gennach
Die Zahl von 3800 Einwendungen spricht für sich — das sind nicht alles Bürger aus dem Unterallgäu, die auf „Fundamentalopposition" machen.Viele Einwohner von Gemeinden aus den Landkreisen Augsburg, Ostallgäu und dem Landsberger Raum haben sich in Bürgerinitiativen organisiert und dem Verein „Gesundes Wertachtal" angeschlossen. Außerdem wird die Arbeit von Gemeinden finanziell unterstützt – leider vermisse ich dabei einige Kommunen (allen voran Bad Wörishofen und Türkheim). Es wäre doch auch in ihrem Sinn, dass das Prädikat „Gesundes Kneippland Unterallgäu" auch in Zukunft hält, was es verspricht. Was würde übrigens Pfarrer Kneipp dazu sagen? Gudrun Kissinger-Schneider, Türkheim
18.07.08
Weitere 50 Jahre in Sicht?
„ Sind 50 Jahre bisher nicht genug, seit dem hier bewusst Schadstoffe durch das Schwerölkraftwerk bedenkenlos auf uns nieder rieseln? Diese Zeitspanne betrifft mein bisheriges Leben hier vor Ort. Hat es Firma Lang in Ettringen so lange versäümt, effektive Filter einzubauen, die es bereits jahrelang auf dem Markt gibt? Endlich greift der Gesetzgeber ein und setzt einen Schlussstrich. Aber es ist kein Ende in Sicht. Denn nun plant der finnische Myllykoski-Konzern bei Firma Lang in Ettringen eine Heizkraftanlage in Form einer Müllverbrennungsanlage, die das Ausmaß der zweitgrößten Müllverbrennungsanlage Bayerns hat.
Ich finde es traurig und höchst bedenklich, dass es mit der Schwermetallbelastung, die nicht abbaubar ist, nach den Planungen der Firma Lang weitergehen soll. Noch mehr Giftstoffe kommen hinzu: Dioxine, Furane, Feinstäube, circa 60 000 chemische Verbindungen, von denen nur etwa 60 wissenschaftlich erfasst beziehungsweise nachweisbar sind. Es ist nicht bekannt, was am Ende am Kamin herauskommt. Auch wenn die Firma Lang die Heizkraftanlage als modern bezeichnet, so ist die einstufige geplante Filteranlage äußerst billig und primitiv und geht auf Kosten von Mensch und Umwelt. Nach neuestem Stand der Technik ist eine bis zu 15-stufige Filtertechnik bei der Rauchgasreinigung erforderlich. Die thermische Verwertung (Verbrennung) von Müll gilt nach wissenschaftlicher Erkenntnis als sogenannte Steinzeittechnologie und unverantwortliche Zerstörung wertvoller Rohstoffe um des Profits willen.
Wer es 50 Jahre versäumt hat, Verantwortung zu übernehmen und Altlasten vor Ort angehäuft hat, wird sich wohl schwer tun, in Zukunft verantwortungsbewusst zu handeln, wenn er Müll zur Energieerzeugung verbrennt. Es gibt andere Energiegewinnungskonzepte, die Rücksicht auf die Gesundheit der Bürger nehmen. In Deutschland sind bereist Überkapazitäten an Müllverbrennungsanlagen vorhanden, sodass hier vor Ort keine weitere, sei es auch in Form einer Heizkraftanlage, erforderlich ist." Maria Mayer-Günther, Türkheim
15.07.08
Grundrecht auf Gesundheit schützen
Zu unserer Berichterstattung über das geplante Müllheizkraftwerk der Firma Lang vom 9. und 11. Juli:
Hoffentlich erreichen die Petitionen im Bayerischen Landtag Politiker, die für unsere Umwelt und uns Menschen etwas übrig haben. Die Verfassung schützt die Grundrechte. Gesundheit ist ein solches! Und genau hier stelle ich das geplante Müllheizkraftwerk in Frage.
Das finnische Unternehmen lässt sich den Betrieb des veralteten Schwerölkraftwerks immer wieder genehmigen, ohne an die Folgen für uns alle zu denken. Nun ist dies Gott sei Dank nicht mehr möglich und Herr Heinrich (Umweltbeauftragter der Firma Lang) versteht die ganze Aufregung nicht. Was hat er dann die letzten Jahre am Kraftwerk und dessen überhöhten Emissionen nicht verstanden?
Bevor ab 2013 deutlich niedrigere Grenzwerte eingehalten werden müssen, will die Firma Lang nun eine Anlage bauen, die die bisherigen Grenzwerte knapp unterschreitet (zumindest laut dem letzten Genehmigungsantrag). Sie mit dem Schwerölkraftwerk zu vergleichen, ist jedoch Unsinn: Bereits seit 20 Jahren gibt es bessere Filtertechniken, als die jetzt geplanten. Die Emissionen des neuen Werkes werden also schon kurz nach dem Bau nicht mehr zulässig sein – vorausschauend finde ich das nicht.
Natürlich sollen die Arbeitsplätze bei Lang erhalten bleiben. Da die Mitbewerber ihre Papierfabriken mit Gaskraftwerken versorgen, wird Lang jedoch günstiger Energie produzieren, sodass die Stellen halt bei anderen wegfallen. Und was passiert eigentlich mit den Arbeitsplätzen im Hotel- und Gaststättengewerbe, wenn die Anlage gebaut wird und Urlauber und Kurgäste womöglich wegbleiben?
Dass es für den Ettringer Bürgermeister keine leichte Amtszeit ist, glaube ich ihm. Allerdings habe ich den Verdacht, er macht es sich zu einfach: In der Liveübertragung des Bayerischen Fernsehens sagte er, dass er an die Gesundheit der Bürger bisher nicht gedacht habe. Das ist aber die erste Pflicht der Genehmigungsbehörde. Dazu werden Verordnungen und Gesetze erlassen, die Mindestanforderungen vorgeben. Das bedeutet aber, dass eine Behörde (auch nur bei einem Verdacht) zum Schutz der Gesundheit der Bürger erhöhte Auflagen machen kann. Andreas Steinhauer, Türkheim
11.07.08 Kraftwerks-Gegner erringt Teilerfolg
Ettringen Vergangene Woche, als bei der Bürgerversammlung die Sprache auch auf das geplante Müllheizkraftwerk der Firma Lang kam, forderten einige lautstark einen „Themawechsel“. Gleichwohl wird dieses die Ettringer wohl noch eine Zeit lang beschäftigen: In einer Sitzung des Umweltausschusses des Bayerischen Landtags, der sich mit einer Petition des Kraftwerks-Gegners Dr. Joachim Herbold aus Hiltenfingen beschäftigte, hat dieser einen Teilerfolg errungen: Zwei Fragen hielt auch der Ausschuss mit den Stimmen aller Parteien für klärungsbedürftig und die bisherigen Antworten von Behörden und Staatsregierung für nicht ausreichend... »weiter»
9.07.08 Bürgerinitiative schaltet Landtag ein
Ettringen - Man kann den Umweltschützern nicht vorwerfen, dass sie ihre Mission nicht genau nehmen. Tausend schwarze Luftballons mit weißen Totenköpfen ließen sie Ende März in den strahlend blauen Himmel über der Gemeinde Ettringen steigen. Luftballons jedoch, die zu hundert Prozent aus Kautschuk bestehen und komplett verrotten... »weiter»
05.07.08 Dreifache Unterstützung für Bürgerinitiative
Gesundes Wertachtal Infoabend in Buchloe mit Benefizkonzert der «Maulquappen»
Buchloe | bz | Rückenwind auf drei Ebenen gab es für den Verein «Gesundes Wertachtal» bei dessen Informationsveranstaltung im Gasthof «Eichel» in Buchloe. Politisch durch Bürgermeister Josef Schweinberger, finanziell durch eine Spende der Kreisgruppe Ostallgäu des Bund Naturschutzes und künstlerisch durch das Benefizkonzert der «Maulquappen»... »weiter»
Schwabm. Allg. 03.07.08 Langerringen zahlt bei Rechtsanwalt mit
Hilfe für die Bürgerinitiative „Gesundes Wertachtal“
Langerringen wifu Das Planfeststellungsverfahren zum geplanten Heizkraftwerk der Firma Papier Lang Ettringen (Kreis Unterallgäu) soll heuer beginnen. An den Honorarkosten eines Anwalts, den die Bürgerinitiative „Gesundes Wertachtal“ eingeschaltet hat und der die Bürgerinteressen beim Erörterungstermin vertreten soll, will sich auch die Gemeinde Langerringen beteiligen. Dies beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung.
48 000 Euro Kosten
Wie Bürgermeister Konrad Dobler informierte, belaufen sich die geschätzten Anwaltskosten auf etwa 48 000 Euro. Finanziell beteiligen wollen sich laut Dobler außer Langerringen auch die Gemeinden Untermeitingen, Klosterlechfeld, Lamerdingen, Obermeitingen, Hurlach, Hiltenfingen, Amberg, Widergeltingen sowie Schwabmünchen und Buchloe.
Der Kostenanteil je Gemeinde soll dabei bei 50 Cent je Einwohner liegen. Für Langerringen würden somit etwa 3800 Euro anfallen.
19.06.08 Kraftwerk erhitzt weiter die Gemüter
Ettringen Es ging einmal mehr um das geplante "Ersatz-Brennstoff"-Kraftwerk. Aber war dieses Thema nicht bereits erschöpfend auch in der Presse behandelt worden? Und hatte nicht die Werksleitung in ihrer Pressemitteilung vom 8. Mai große Kompromissbereitschaft signalisiert? Wer geglaubt hatte, dass sich die Gemüter beruhigt hätten, wurde eines Besseren belehrt. Es stellte sich im Verlauf der von Martin Breitkopf vom BR moderierten Sendung heraus, dass man über die bei solchen Vorhaben gutachterlich prognostizierten Emissionen trefflich streiten kann....»weiter»
31.05.08
Heizkraftwerk in Ettringen
„Professor Dr. Michael Braungart warnte in seinem Vortrag in Langerringen: "Wenn wir unsere Rohstoffe durch Verbrennung vernichten, reichen sie nicht für 200 Millionen Menschen." In diesem Zusammenhang weise ich auf das Motto der Aktion Dreikönigssingen 2007 hin: "Kinder sagen ja zur Schöpfung."
Wir müssen damit sofort und hier vor Ort beginnen. Überall auf der Welt sind Kinder die Leidtragenden, wenn Umwelt zerstört wird und Naturressourcen ausgebeutet und verschwendet werden. Wenn uns der Erhalt der Schöpfung ein Anliegen ist, dann gilt es, die Wertstoffe in Kreisläufe rückzuführen.
Papier Lang Ettringen behindert und verhindert Recycling, da sie eine Heizkraftanlage mit Verbrennung von EBS (Ersatzbrennstoffe, bestehend aus Haus- und Gewerbemüll) sowie Klärschlämmen plant. Hier gehen bei der thermischen Verwertung wertvolle Roh- und Wertstoffe verloren. Uneingeschränkten Vorrang hat die Rückgewinnung von Wertstoffen aus Abfällen, da natürliche Rohstoffressourcen nicht unerschöpflich sind. Anzustrebendes Ziel ist es, Verbrauchsgüter in biologische Kreisläufe und Gebrauchsgüter in technische Kreisläufe zurückzuführen.
Außerdem ist es gefährlich, Schwermetalle zu verbrennen, die in Ersatzbrennstoffen enthalten sind. Dafür sind sie nicht entwickelt worden. Für mich wird die Schöpfung, die in ihrer Fülle und Vielfalt Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen ist, durch eine Heizkraftanlage in vielfacher Weise bedroht. Ich sage ja zur Schöpfung."
Maria Mayer-Günther, Türkheim
21.05.08 Obermeitinger gründen auch eine Bürgerinitiative
Von Helmut Meier
Obermeitingen, Ettringen - Die Pläne der Papierfabrik Lang zur Müllverbrennung im Heizkraftwerk Ettringen (Landkreis Unterallgäu) beschäftigen seit einigen Monaten auch in Obermeitingen viele Bürger. Einige Besorgte haben nun einen Informationsabend im Bürgerhaus Obermeitingen organisiert - und schließlich selbst eine Bürgerinitiative für Obermeitingen gegründet.... »weiter»
17.05.08 Keinen Erfolg zu feiern“
Fünfer: Dass die Firma Lang überhaupt reagiert hat, kann man wohl schon den Aktivitäten der Bürgerinitiativen zuschreiben. Solange die finnischen Besitzer und die vor Ort tätige Geschäftsführung aber nicht davon abrücken, in großen Mengen Klärschlamm und Ersatzbrennstoffe - sprich Müll - zu verbrennen, gibt es keinen Erfolg zu feiern... »weiter»
16.05.08 Forderung nach einer alternativen Lösung
Ettringen (SZ) - Die Pläne der Firma Lang seien neu, die Zielsetzung jedoch noch die alte, heißt es in einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative "Gesundes Wertachtal". Deren Vorsitzender Dr. Hermann Fischer fordert das Ettringer Unternehmen daher auf, an einer alternativen Lösung zu arbeiten, die für alle Beteiligten sinnvoll ist... »weiter»
15.05.08
Nur ein Zwischenhoch
„Zugegeben, der überraschende Rückzug der Baugenehmigung für das Heizkraftwerk der Papierfabrik der Firma Lang hat dem Verein ,Gesundes Wertachtal` ein kurzes Zwischenhoch beschert, das nun aber leider von kräftigen Tiefs verdrängt wird, betrachtet man die Aussagen des Unternehmens in der Presseerklärung vom Samstag genauer: Die plötzlich mögliche Reduktion der Mindestfeuerungswärmeleistung auf 55 Megawatt zeigt doch, dass die Firma in der Vergangenheit von ihren technischen Planern sehr schlecht beraten worden ist, oder hatte man sich vor dem ersten Genehmigungsverfahren um eine tatsächliche Energieeffizienz nicht wirklich bemüht?
Das Unternehmen gibt an, dass sich die Emissionen des Reststoffkessels um voraussichtlich – ich betone das Wort voraussichtlich – bis zu 25 Prozent reduziert. Die Firma will sich aber offensichtlich weiterhin die Höchstgrenzwerte an Emissionsausstoß nach der bestehenden 17. BImSchV genehmigen lassen, denn dazu werden keine Aussagen gemacht. Warum?
Nach wie vor sollen Ersatzbrennstoffe und Klärschlamm in der gleichen Menge verfeuert werden wie bisher. Die Frage nach der genauen Herkunft (Mülltourismus) sowie der Qualitätssicherung, insbesondere der EBS, bleibt ungeklärt. Man gibt sogar offen zu, dass der Brennstoffmix unverändert bleibt.
Gibt in Zukunft der Dienstleister B+T Umwelt GmbH Antworten auf diese Fragen? Ist dieses Unternehmen dann letztlich verantwortlich dafür, was verbrannt wird?
Bedauerlich finde ich auch die Tatsache, dass die Deponie nicht zurückgebaut wird. Die Altlasten dieser Anlage, die nicht im Untergrund abgedichtet ist und somit ein Kontakt zum Grundwasser nicht ausgeschlossen werden kann, belasten die Umwelt weiterhin. Warum kümmert man sich nicht endlich um die Sanierung dieser Anlage?
Der Verein Gesundes Wertachtal ist angesichts dieser Aspekte verpflichtet, den weiteren Genehmigungsprozess kritisch zu begleiten, denn wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun."
Gudrun Kissinger-Schneider, Türkheim
Keine Reduzierung der Ersatzbrennstoffe
„Die Firma Lang plant ihr Kraftwerk neu. Insgesamt soll sich so für die Firma eine wirtschaftlichere Lösung ergeben. Von einem kleineren Restmüllkessel mit geringeren Schadstoffemissionen hätten auch die Bewohner der Umgebung etwas – also ein Grund zur Freude?
Leider sind die Details der Neuplanung nicht ganz so erfreulich, wie die Reduzierung der Leistung von 80 auf 55 MW erst vermuten ließ. Auf Nachfrage war zu erfahren, dass die Menge der zu verbrennenden Ersatzbrennstoffe bei 90 000 Tonnen pro Jahr und auch die Menge für kommunalen Klärschlamm unverändert bei 40 000 Tonnen pro Jahr bleibt. Reduziert werden soll nur die Verbrennung der Menge an eigenem Abfall – hier, sollen jetzt weiterhin größere Mengen in der Ziegelindustrie entsorgt werden.
Leider sind es aber gerade die Ersatzbrennstoffe und die kommunalen Klärschlämme, die gegenüber den Papierschlämmen aus der eigenen Produktion viel höher mit Schadstoffen belastet sind – so war es in der Schadstoffanalyse im alten Genehmigungsantrag nachzulesen. Die Ersatzbrennstoffe dürfen zum Beispiel auch nach der Selbstverpflichtung auf strengere Qualitätsanforderungen noch 1 g/kg Kupfer enthalten. Das bedeutet, dass bis zu 90 000 kg wertvolles Kupfer in dieser Anlage vernichtet und über die Luft großflächig verteilt werden. Bei Chlor sind nach diesen angeblich strengen Qualitätsanforderungen sogar 9 g/kg EBS als Mittelwert erlaubt – ergibt jedes Jahr bis zu 490 000 kg Chlor, die in unserer Heimat verteilt werden.
Es ist deshalb unverständlich, warum mit einer Reduzierung der Leistung des Ersatzbrennstoffkessels nicht auch die Menge an zu verbrennendem EBS und Klärschlamm reduziert werden kann. Hoffentlich bedeutet die Neuplanung nicht nur eine bessere Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit für die Firma Lang, sondern auch eine echte Reduzierung der Umweltbelastung für uns Anwohner.
Armin Weh, Ettringen
Kein Sieg
„Wie können die Kritiker des Heizkraftwerkes die neue Planung als Sieg feiern? Die Menge der zu verbrennenden Ersatzbrennstoffe, die zu 100 Prozent aus Müll bestehen, bleibt bei 90 000 Tonnen pro Jahr, und die Klärschlammmenge bleibt ebenfalls wie gehabt bei 40 000 Tonnen pro Jahr.
Die Filtertechnik soll auch nicht verbessert werden. Es wird weterhin mit Trockenstaubfiltern geplant, ähnlich wie sie in haushaltsüblichen Staubsaugern verwendet werden. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Energiegeswinnung der Firma Lang nicht zulasten unserer Umwelt geht. Sollte die Verbrennung von Rohstoffen nicht zu verhindern sein, müssen zumindest die Filter den Standard haben, wie sie in Finnland gültig sind, wo der Mutterkonzern der Firma Lang seinen Sitz hat. Die Emissionen dürfen dort nur einen Bruchteil von denen in Deutschland haben."
Meinrad Fendt, Gennach

14.05.08 Bericht zum Konzert der "Mehlprimeln" zu Gunsten unseres Vereins
Sonnenkollektoren für die Ohren
Zu Beginn erzählte Reiner Panitz einen Witz, der schon einen ziemlich langen Bart trägt: "Weißt Du eigentlich, wie klein so ein Atom ist?", fragt einer den anderen, "sooo klein. Und dann spalten sie es noch. Und davor hast Du Angst?!"... »weiter»
13.05.08 Heizkraftwerk: Kritik am Filter
Langerringen (wido) - Welche Folgen hat der Bau von Ersatzbrennstoff-Kraftwerken? Zu diesen und anderen Fragen nahm jetzt Dr. Michael Braungart, Professor der Universität Lüneburg, bei einer Veranstaltung der Bürgerinitiative "Gesundes Wertachtal" unter Vorsitzendem Dr. Hermann Fischer Stellung. Wie mehrfach berichtet, macht sich die Bürgerinitiative gegen das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang Papier in Ettringen stark... »weiter»
10.05.08 Lang Papier will Heizkraftwerk neu planen
Ettringen (emf/mz/liwe) - Überraschende Entwicklung in Sachen Heizkraftwerk: Der für Mitte Juni geplante Erörterungstermin im Zusammenhang mit dem Genehmigungsverfahren für das Projekt der Ettringer Firma Lang Papier wird auf Ende des Jahres verschoben...»weiter»
03.05.08 Kraft-Wärme-Kopplung als Chance?
Papierfabrik Rieger will trotz gescheitertem EBS-Projekt in Trostberg bleiben -
Produktion muss noch effizienter werden.
Zeitungsartikel als PDF- Datei anzeigen
03.05.08 Dr. Braungart spricht zu Lang Papier
Langerringen/Landkreis (SZ) - Die Bürgerinitiative Gesundes Wertachtal hat jetzt eine Reihe von Veranstaltungen geplant, in denen sie die Bürger in Sachen geplantes Heizkraftwerk der Firma Lang in Ettringen sensibilisieren will. Die Initiative, die sich gegen das Vorhaben des Unternehmens stark macht, hat am Dienstag, 6. Mai, 20 Uhr, bereits einen Informationsabend mit einem bekannten Redner. "EBS - Kraftwerke Rohstoffvernichter und Energieverschwender?" - Dazu wird Professor Dr. Michael Braungart (Universität Lüneburg) Rede und Antwort stehen. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr in der Schulturnhalle in Langerringen...»weiter»
17.04.08 „Wir müssen uns jetzt wehren”
Durch die viel zu hohen Grenzwerte – kommunale Anlagen unterschreiten sie im Durchschnitt um mehr als 90 Prozent – wird Firmen wie Lang, Eon und vielen anderen ermöglicht, mit relativ geringem Aufwand mit der Müllverbrennung viel Geld zu verdienen.
Rentabel ist dies für die Firmen aber nur, weil die durch die Umweltverschmutzung entstandenen Schäden, wie krankheitsbedingte Kosten und Wertverlust im Umland, auf die Bevölkerung abgewälzt werden.
Um unsere vorhandenen Müllverbrennungsanlagen auszulasten, werden schon jetzt pro Jahr fünf Millionen Tonnen Abfall aus dem Ausland importiert. Der Müll aus Neapel wird inzwischen komplett in Deutschland verbrannt. Und trotzdem sind noch mindestens 36 neue Anlagen in Planung.
Wer diese Entwicklung nicht mehr mittragen möchte, muss sich wehren. Ich habe leider feststellen müssen, dass den meisten Politikern der Profit wichtiger ist, als die Gesundheit der Menschen. Deshalb müssen wir das Problem selbst in die Hand nehmen. Eine sehr erfolgversprechende Möglichkeit sehe ich in der Mitgliedschaft des neugegründeten Gennacher Vereins der Bürgerinitiativen.
Da die Presse in ihrem Artikel über den Ettringer Sternmarsch meine Meinung sehr freizügig interpretiert hat, möchte ich nochmals feststellen, dass es für mich in Ordnung ist, wenn Firma Lang ihre Abfälle vom Standort Ettringen auch dort verbrennt. Aber nur mit einer sechs- bis achtstufigen Rauchgasreinigung, die dem derzeitigen Stand der Technik entspricht. Auf gar keinen Fall mit der einstufigen Billigversion, wie sie momentan in Ettringen geplant ist.
Über die ebenfalls sehr große Menge von Ersatzbrennstoffen sagt die Firmenleitung, dass dieser Abfall wahrscheinlich von nicht mehr als 450 km Entfernung angeliefert wird. Aus oben genannten Gründen ist es wahrscheinlich, dass auch hier Abfall aus dem Ausland geholt wird, um ihn mit mangelhaften Filtern bei uns zu verbrennen. Wenn wir das nicht wollen, müssen wir uns jetzt wehren, nicht erst, wenn die Anlage schon steht."
Herbert Urbin, Oberneufnach
09.04.08 Bürgerinitiativen bündeln jetzt ihre Kräfte
Kraftwerk Gegner der Müllverbrennung gründen einen gemeinsamen Verein - Am ersten Abend treten 163 Mitglieder bei
von ivanka Williams-Fuhr | Hiltenfingen/Ettringen Die Bürgerinitiativen (BI) Gennach, Ettringen, Siebnach, Schwabmünchen-Hiltenfingen, Langerringen, Lamerdingen-Kitzighofen und Türkheim-Amberg machen sich stark gegen das geplante Heizkraftwerk der Ettringer Firma Papier Lang: In der Hiltenfinger Mehrzweckhalle wurde vor kurzem ein gemeinsamer Verein gegründet, um die Kräfte zu bündeln und die breiten Aktivitäten auf eine rechtsfähige Basis zu stellen...»weiter»
08.04.08 "Niemand weiß heute, was aus dem Schornstein alles rauskommt"
Hiltenfingen Bei der Gründungsversammlung des Vereins "Bürgerinitiative Gesundes Wertachtal" (wir berichteten) gab es eine geballte Ladung an Information und Argumenten gegen die Verbrennung von Müll: Die Veranstalter hatten Klaus Koch vom Umweltnetzwerk Hamburg eingeladen, einen hochkarätigen Experten in Sachen Müllverbrennung, der mit seinem Referat "Tod vom Allerfeinsten" ein düsteres Szenario zeichnete.... »weiter»
01.04.08 Tausend schwarze Luftballons am Horizont
Sternmarsch Bürgerinitiativen setzen ein Zeichen gegen das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang in Ettringen
von kathrin aldenhoff | Ettringen Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, es gibt Kaffee und Kuchen, Kinder laufen durch die Gegend und 1000 Luftballons steigen in den Frühlingshimmel auf. Doch sie wollen nicht so recht zu dem fröhlich-entspannten Charakter der Veranstaltung passen, denn die Luftballons sind schwarz, nur ein weißer Totenkopf ziert sie... »weiter»
28.03.08 Sternmarsch gegen den Papierfabrik-Plan
Ettringen/Landkreis Augsburg (mz) - Die Bürgerinitiativen gegen das geplante Heizkraftwerk von Lang Papier in Ettringen wollen jetzt mit einem Sternmarsch auf ihre Anliegen aufmerksam machen. Wie mehrfach berichtet, wird von den Bürgern durch das Vorhaben vermehrte gesundheitliche Belastungen, vermehrt Schadstoffe und unter anderem eine noch größere Verkehrsbelastung als bislang befürchtet. Rund 3500 Einwendungen gingen mittlerweile gegen das Projekt von Lang Papier ein... »weiter»
26.03.08 Erörterungstermin steht jetzt fest
Unterallgäu (emf) - Der Erörterungstermin für das Genehmigungsverfahren des Ettringer Heizkraftwerks der Firma Lang Papier wurde jetzt vom Landratsamt Unterallgäu definitiv auf den 2. Juni festgesetzt. Die Behörde rechnet mit einer voraussichtlichen Dauer von einer Woche... »weiter»
18.03.08 Bund Naturschutz fordert Raumordnungsverfahren
Ettringen Rund ein Dutzend Mitglieder des Landesvorstands des Bund Naturschutz (BN) in Bayern besuchten bei einer Pressefahrt durch vier Allgäuer Landkreise auch die Gemeinde Ettringen. 1. Landesvorsitzender Professor Dr. Hubert Weiger und seine Vorstandskollegen äußerten sich kritisch zu dem geplanten Müllheizkraftwerk von Lang Papier... »weiter»
09.03.08 "Trostberger BI ist Speerspitze"
Mitglieder der Gennacher BI besuchen Fest der Trostberger BI...
Zeitungsartikel als PDF- Datei anzeigen
01.03.08 Bürger erheben über 3500 Einwände gegen Heizkraftwerk
Ostallgäu/Mindelheim/Ettringen l liwe/bz l Sowohl in den Ostallgäuer, als auch in den Unterallgäuer Kreisgremien war das geplante neue Heizkraftwerk der Firma Lang Papier in Ettringen Thema... »weiter»
29.02.08 Zahl der Einwendungen auf 3 500 gestiegen
Ettringen/Mindelheim Mit rund 100 Einwendungen zum geplanten Heizkraftwerk der Firma Lang Papier Ettringen habe man ursprünglich gerechnet, sagte Landrat Hans-Joachim Weirather bei einem gestrigen Pressetermin, und deshalb den Erörterungstermin auf den 16. April gelegt. Nachdem allerdings bislang rund 3500 Einwendungen in seiner Behörde eingingen - und diese Zahl noch steigen kann, da die Schreiben erst nach und nach aus den Auslegungsorten eintreffen - rechnet er frühestens im Mai mit einem Termin, bei dem die Sorgen, Argumente und Bedenken der Bürger und öffentlichen Stellen diskutiert werden sollen. "Ich rechne damit, dass diese Veranstaltung mindestens eine Woche dauern wird", sagt Doris Back, zuständige Juristin im Verfahren... »weiter»
27.02.08 Untermeitingen ist auch gegen das Heizkraftwerk Untermeitingen (mut) - Das geplante Heizkraftwerk in Ettringen beschäftigte nun auch den Untermeitinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung... »weiter»
27.02.08 Mehr als 1000 Einwendungen gingen ein Unterallgäu/Ettringen Auf das von ihm erhoffte "norddeutsche Kaufmannswort" musste Kreisrat Bernd Schmeink (SPD) verzichten - und das lag nicht nur daran, dass Dr. Thomas Krauthauf, Werkleiter der Papierfabrik Lang, Österreicher ist. "Ich kann derzeit keine weiteren Zusagen machen", sagte der Unternehmensvertreter im Kreisausschuss Unterallgäu, der sich jetzt in einer zweistündigen Anhörung mit dem geplanten Heizkraftwerk der Ettringer Firma auseinandersetzte - obwohl das Gremium im Genehmigungsverfahren keinerlei Mitspracherecht hat... »weiter»
26.02.08 Obermeitinger protestieren gegen das Heizkraftwerk
Obermeitingen (mut) - Bürger von Obermeitingen protestierten am Samstag auf dem Gelände des Wertstoffhofes in Obermeitingen mit einer Unterschriftenaktion gegen das Vorhaben der Papierfabrik Lang, in Ettringen ein neues Heizkraftwerk zu bauen... »weiter»
23.02.08 Claudia Roth stärkt Bürgerinitiativen den Rücken
Ettringen (emf) - Auf Einladung der Bürgerinitiativen "Gesundes Wertachtal", die sich wegen der Müllverbrennung im geplanten Heizkraftwerk von Lang Papier sorgen, machte MdB Claudia Roth, Parteivorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, zwischen zwei Terminen Station in Ettringen... »weiter»
23.02.08 Bauernverband will Lang Papier in die Pflicht nehmen
Ettringen (emf/mz) - Zu einem intensiven Meinungsaustausch zum geplanten Heizkraftwerk trafen sich Vertreter des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) mit der Werkleitung von Lang Papier in Ettringen. Mit dabei waren vom BBV Präsident Leonhard Keller, die Kreisobmänner Gerhard Miller (Unterallgäu) und Gerhard Ringler (Augsburg), Ortsobmann Josef Schmid sowie Franz Seitz von der BBV-Hauptgeschäftsstelle Augsburg. Der BBV wünscht von der Firma die Erfüllung folgender Forderungen:... »weiter»
22.02.08 „So weit weg ist es gar nicht“
Müllverbrennung Bürgerinitiative informiert in Buchloe über Kraftwerkspläne in Ettringen
Buchloe | sei | Kurz vor Ende der Einspruchsfrist fand auch im Buchloer Gasthaus „Eichel“ eine Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative Gennach zum geplantenHeizkraftwerk der Firma Lang Papier statt. Schon bei der Begrüßung... »weiter»
21.02.08 Betriebsrat macht in Diskussion mobil
Schwabmünchen/Ettringen (emf) - Die Betriebsräte von Lang Papier in Ettringen und der Partnerfirma Technical Services machen jetzt Nägel mit Köpfen. In offenen Briefen, unter anderem an die Bürgermeister von Schwabmünchen, Langerringen und Hiltenfingen, treten die Betriebsräte im Namen der Belegschaft den "Fehlinformationen, den Halbwahrheiten und der Panikmache der Bürgerinitiativen" im Zusammenhang mit dem geplanten Müllheizkraftwerk der Papierfabrik entgegen. Zudem trafen sich die Betriebsräte gestern mit Unterallgäus Landrat Hans-Joachim Weirather und übergaben den Brief persönlich... »weiter»
21.02.08 „Wir sollten zeigen, dass Widerstand da ist“
Stadtrat Diskussion um Heizkraftwerk - Buchloe nimmt Stellung
Von Karin Hehl | Buchloe Einstimmig steht der Buchloer Stadtrat hinter einer Stellungnahme, die die Verwaltung zum geplanten Heizkraftwerk der Firma Lang in Ettringen ausgearbeitet hat (siehe Infokasten)... »weiter»
20.02.08 Einstimmiges baurechtliches Einvernehmen zu Kraftwerk
Ettringen Nach intensiven Vorberatungen nahm der Gemeinderat Ettringen nun umfassend Stellung zum Projekt Heizkraftwerk der Firma Lang Papier: einmal zum Baurecht, dann in seiner Eigenschaft als Träger öffentlicher Belange und schließlich als Einwender. Da gerüchteweise verlautet war, dass die Sitzung durch Kraftwerksgegner gestört werden solle, hatte die Polizei durch zwei Beamte vor dem Sitzungssaal für Präsenz gesorgt. Ihr Einsatz wurde aber nicht notwendig, die Veranstaltung verlief vollkommen... »weiter»
20.02.08 Auch Lamerdinger organisieren sich
Heizkraftwerk Bürgerinitiative gegründet - Bürger werden beraten
Lamerdingen/Großkitzighofen | bz | Auch in der Gemeinde Lamerdingen gibt es seit Montagabend eine Bürgerinitiative (BI), die sich gegen den Bau des neuen Heizkraftwerks der Firma Lang in der jetzigen Planungsform einsetzt. Rund 50 Personen sagten bei der Gründungsversammlung im Schützenheim Großkitzighofen der Initiative ihre Unterstützung zu... »weiter»
19.02.08 Gemeinde will mit Firma im Dialog bleiben
Langerringen (wifu) - Wie erwartet, hat nun auch die Gemeinde Langerringen Einwendungen gegen das geplante Heizkraftwerk der Ettringer Firma Lang erhoben, da "durch dieses Vorhaben das Recht der Langerringer Bürger auf Leben, körperliche Unversehrtheit und Eigentum verletzt wird". Langerringen liegt mit dem Ortsteil Gennach im Hauptimmissionsbereich der vorgesehenen Anlage... »weiter»
19.02.08 Bürgerinitiative Ettringen distanziert sich von zunehmend polemischen Tönen
Ettringen (emf) - Die Vertreter der Bürgerinitiative in Ettringen zeigen sich "enttäuscht und beunruhigt" über die Entwicklung der Diskussion über das neue Kraftwerk der Firma Lang... »weiter»
18.02.08 Aufgeheizte Stimmung bei Demo gegen das Heizkraftwerk
Mindelheim Strahlende Sonne und ein eisiger Wind begrüßten am Samstagmorgen die mehr als 1000 Demonstranten, die sich am Mindelheimer Forum sammelten, um gemeinsam zum Landratsamt Unterallgäu zu ziehen und dort, vor der Genehmigungsbehörde, gegen die Müllverbrennung im geplanten Heizkraftwerk von Lang Papier zu protestieren... »weiter»
16.02.08 Klosterlechfeld legt Einwände gegen Heizkraftwerk ein
Klosterlechfeld (mut) - Bürgermeister Peter Schweiger berichtete in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Klosterlechfeld dem Rat über eine Stellungnahme der Gemeinde Klosterlechfeld zum Antrag der Papierfabrik Lang in Ettringen über die Errichtung und den Betrieb eines neuen Heizkraftwerkes. Die Gemeinde Klosterlechfeld erhebt darin Einwände gegen das Vorhaben, da das Recht der Bürger in der Region auf Leben, körperliche Unversehrtheit und Eigentum verletzt wird. Die Gemeinde Klosterlechfeld schließt sich in allen Punkten ausnahmslos den Stellungnahmen der benachbarten Gemeinden Hiltenfingen und Langerringen an... »weiter»
16.02.08 Heizkraftwerk: Umweltschützer befürchten Probleme für die Kur
Bad Wörishofen Dass sich in der Kneippstadt kein Widerstand gegen das geplante Heizkraftwerk der Papierfabrik Lang in Ettringen formiert, kann Stadtrat Anton Fenkl nicht verstehen. Bei einer Infoveranstaltung der Bürgerinitiative Gennach im Pfarrjugendheim erinnerte er an die Müllverbrennungsanlage, die vor 20 Jahren in Ettringen gebaut werden sollte. "Damals ging ganz Bad Wörishofen auf die Straße", berichtete er. Die aktuellen Entwicklungen stoßen dagegen auf weit weniger Interesse. Auch zu der Infoveranstaltung kamen nur gut 40 Zuhörer. Dabei ist der Grünen-Politiker überzeugt, dass auch das geplante Heizkraftwerk "negative Einflüsse auf das Kurwesen nehmen wird"... »weiter»
15.02.08 Verbesserung reicht Bürgern nicht
Schwabmünchen/Ettringen (tia) - Bei den Plänen für ihr neues Heizkraftwerk kommt die Ettringer Firma Lang Papier ihren Kritikern zwar ein deutliches Stück entgegen. Die Nachbesserungen lösen für die Mitglieder der Bürgerinitiative Schwabmünchen/Hiltenfingen allerdings nicht die Grundproblematik der Anlage. Bei einer von der Initiative initiierten Informationsveranstaltung am Mittwochabend in der Schwabmünchner Stadthalle kochten die Emotionen hoch und veranlassten letztlich den Werkleiter der Lang Papier, die Veranstaltung plötzlich und vorzeitig zu verlassen... »weiter»
14.02.08 Auch Amberger sind gegen ein Müll-Heizkraftwerk
Amberg (onni) - Auch in der Sitzung des Gemeinderates Amberg war das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang Thema. Nach einer rund einstündigen Diskussion beschlossen die Räte einstimmig, dem Bauvorhaben in dieser Form nicht zuzustimmen... »weiter»
14.02.08 Lang Papier kommt Kritikern ein deutliches Stück entgegen
Ettringen In der Form sehr nüchtern vorgetragen, war die Botschaft von Werkleiter Dr. Thomas Krauthauf in der Sache jedoch geradezu ein Paukenschlag: Bei der Info-Veranstaltung der Firma in Ettringen verkündete er vor knapp 300 Besuchern, das Unternehmen Lang Papier habe sich entschlossen, den Forderungen der Kritiker "mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung so weit wie möglich entgegenzukommen" und den Genehmigungsantrag für das geplante Heizkraftwerk nachbessern zu lassen... »weiter»
12.02.08 Kommunen wollen mit der Firma Lang reden
Langerringen/Schwabmünchen (SZ) - Das von der Ettringer Firma Lang geplante Heizkraftwerk beschäftigt Politik und Bürgerinitiativen gleichermaßen. Im Langerringer Rathaus trafen sich jetzt zu einem sogenannten "Runden Tisch" Vertreter von Kommunen und Bürgerinitiativen sowie Landrat Dr. Karl Vogele und Landtagsabgeordneter Martin Sailer, um das weitere Vorgehen zu besprechen... »weiter»
11.02.08 Landrat sieht sich als Hüter eines korrekten Verfahrens
Ettringen Die Versammlung an diesem Freitag läuft bereits zwei Stunden. Die örtlichen Kandidaten der Freien Wähler für die Gemeinderatswahl inklusive ihres Bürgermeisterkandidaten Wolfgang Steffens haben sich soeben im Ettringer Gasthof Rauch vorgestellt. Und auch die anwesenden Bewerber um ein Kreistagsmandat dürfen ein paar Sätze sagen, warum es ihrer Ansicht nach eine gute Idee wäre, ihnen am 2. März drei Stimmen zu geben... »weiter»
09.02.08 "Wir fordern eine Reduzierung der Gesamtemissionen"
Türkheim (liwe) - Einstimmig beschlossen die Türkheimer Marktgemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung unter den Augen von rund 20 anwesenden Bürgern, eine Stellungnahme zum geplanten Heizkraftwerk der Firma Lang Papier in Ettringen. Diese wird nun an die zuständige Genehmigungsbehörde - das Landratsamt - sowie an die Vertreter des Ettringer Papierherstellers weiter geleitet... »weiter»
08.02.08 Verfasser muss individuelle Rechte geltend machen
Unterallgäu (alde) - Bis 25. Februar können betroffene Bürger Einwendungen gegen das geplante Heizkraftwerk in Ettringen einreichen. Die MZ hat beim Landratsamt Unterallgäu und der Regierung von Schwaben nachgefragt, was dabei beachtet werden muss... »weiter»
08.02.08 "Kraftwerk ist keine Müllverbrennungsanlage"
Ettringen (mz) - In einer Pressemitteilung nahm die Firma Lang Papier Ettringen gestern Stellung zu den Kritikpunkten und Vorwürfen in den Leserbriefen der vergangenen MZ-Ausgaben. Darin ging es um das geplante Heizkraftwerk des Papierherstellers, das für die Produktion Dampf und Strom erzeugen soll... »weiter»
04.02.08 Schwabm. Allg. Widerstand gegen Heizkraftwerk wächst
Hiltenfingen (wifu) - Der öffentliche Widerstand gegen die geplante Müllverbrennung in der Ettringer Firma Lang Papier wächst: In seiner Sitzung hat der Hiltenfinger Gemeinderat einstimmig beschlossen, formell Widerspruch und Einwendung zu erheben, "da durch dieses geplante Vorhaben das Recht der Hiltenfinger Bürgerinnen und Bürger auf Leben, körperliche Unversehrtheit (Art. 2 II GG) und Eigentum verletzt wird". Die Sitzung fand wegen des großen Interesses der Bürger in der Mehrzweckturnhalle statt. Anwesend waren auch Vertreter der neu gegründeten Bürgerinitiative Schwabmünchen-Hiltenfingen, die in Zusammenarbeit mit den bereits bestehenden Initiativen in Gennach und Ettringen weitere Aktionen plant... »weiter»
04.02.08 Offene Fragen
Unterallgäu (emf) - Zur Presseerklärung von Landrat Weirather vom 29. Januar nimmt der Bund Naturschutz, Kreisgruppe Memmingen-Unterallgäu, in einer eigenen Presseerklärung Stellung... »weiter»
01.02.08 Derzeit über 80 solcher Werke geplant
Ettringen/Türkheim Die Firma Lang Papier ist nicht das einzige Unternehmen, das derzeit eine Anlage plant, die mittels der Verbrennung von Ersatzbrennstoffen (EBS), unter anderem aufbereiteter Industrie- und Hausmüll sowie Klärschlamm, Energie produzieren soll. Die Wirtschaft hat in Abfällen längst eine billige Alternative zu den immer teurer werdenden Energielieferanten Öl und Gas gefunden. Bei der jüngsten Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative "Gesundes Wertachtal" in Türkheim erklärte Sprecher Armin Weh, dass derzeit 83 solcher EBS-Werke deutschlandweit in Planung seien. Zusammen mit den bestehenden EBS-Werken würden so Verbrennungskapazitäten von rund 11,8 Millionen Tonnen jährlich entstehen. Damit seien die in Deutschland anfallenden geeigneten Abfallkapazitäten bald ausgeschöpft, Müllimport aus dem Ausland unumgänglich. Derzeit werden nach Bayern bereits jährlich rund 250 000 Tonnen Müll importiert... »weiter»
01.02.08 Kraftwerk ja, Müllverbrennung nein
Unterallgäu Die Kommunalwahlen stehen vor der Tür, und ein brisantes Thema bewegt seit einigen Wochen die Öffentlichkeit: die Planungen der Ettringer Papierfabrik für ein gigantisches Heizkraftwerk, das zu einem Großteil mit Haus- und Industriemüll sowie mit Klärschlamm betrieben werden soll... »weiter»
Principiis obsta! Wehret den Anfängen
„Ich lehne den Bau des geplanten Heizkraftwerkes der Firma Lang, soweit es mit einer Energiegewinnung durch Verbrennung von Abfall gekoppelt ist, aus folgenden Gründen ab:
1. Wenn diese Anlage, wie konzipiert, in Betrieb geht, wird der Wert der Grundstücke und Immobilien in Ettringen und Umgebung sich wahrscheinlich um bis zu 30 Prozent verringern, desgleichen die landwirtschaftlichen Grundstücke. Wir, als die Geschädigten, werden der Firma Lang nicht glauben, dass ihre Profitsteigerung lediglich dazu dient, um Arbeitsplätze zu sichern.
2. Ich bezweifle, dass die Abfallbeseitigungsanlage keine toxischen Stoffe aus ihrem Kamin entlässt. Im Abfall tauchen ständig neuentwickelte Stoffe auf, die in der Verbrennung unbekannte chemische Verbindungen eingehen, die die Filter als Schadstoffe passieren und die man immer erst später analysieren kann. Schließlich können nur die Stoffe analysiert werden, deren chemische Verbindungen bekannt sind.
Der Ofen und seine Filter mögen technisch und juristisch den neuesten Gesetzen entsprechen, chemisch sind und bleiben sie unberechenbare Faktoren, besonders was die Toxizität des gefilterten Rauchgases anbelangt. Im Verbrennungsofen geschieht lediglich eine Volumenverkleinerung des angelieferten Mülls, die Grundsubstanzen bleiben bestehen oder gehen neue unbekannte Verbindungen ein. Dass damit Gesundheitsgefährdungen für Tier und Mensch vorhanden sind, wird niemand bezweifeln.
3. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier hinter dem ganzen Vorhaben eine Abfallobby in den Startlöchern steht, die in großem Umfang in Zukunft durch die Hintertüre über die Papierfabrik aus weiter entfernten Regionen Abfall entsorgen will, eventuell aus dem Ausland, um damit Strom zu erzeugen. Hier liegt der Profit der Abfallmanager; denn sie verdienen zweimal, einmal am erzeugten Strom und zweitens an der Müllentsorgung.
Was schert sie dann noch die Papierproduktion? Vielleicht könnte es dann geschehen, dass am Ende 500 Ettringer Arbeiter auf der Straße stehen. Damit will ich nicht sagen, dass die jetzigen Manager der Fabrik davon wissen. Deshalb Principiis obsta!
Dr. Martin Kleint sen. Ettringen
31.01.08 Landwirte aus dem Umkreis von Lang Papier sprechen mit Weirather über Existenzängste
Mindelheim Die von dem in Ettringen geplanten Heizkraftwerk der Firma Lang betroffenen Landwirte hatten Landrat Weirather um einen Gesprächstermin gebeten, der ihnen auch kurzfristig ermöglicht wurde. Im Landratsamt trugen 13 Landwirte aus Ettringen, Siebnach, Amberg, Schwabmünchen und Spöck zwei Stunden lang ihre Sorgen vor... »weiter»
29.01.08 "Bio" und "Müll" sind unvereinbar
Siebnach (emf) - Vor elf Jahren haben Anna und Albert Scharnagl am Ortsrand von Siebnach, nur einige hundert Meter entfernt von der Ettringer Papierfabrik Gebrüder Lang, ihre Großgärtnerei mit Bio-Laden angesiedelt. "Wir haben unsere ganze Kraft und Liebe in den Betrieb gesteckt", sagt Anna Scharnagl, "haben ihn aus dem Nichts aufgebaut und sind stolz darauf. Seit wir befürchten müssen, dass uns eine Müllverbrennung vor die Nase gesetzt wird, ist die Stimmung gedrückt."... »weiter»
28.01.08 Demonstranten fordern: "Stoppt Müllikosky!"
Ettringen "Müllverbrennung nein danke, es stinkt jetzt schon zum Himmel", "Gesunde Milch ade", "Schwermetalle für schwere Gewinne" - solche und ähnliche, schnell gemalte Plakate und Transparente trugen die Teilnehmer der Demonstration gegen die Müllverbrennung durch Lang Papier mit sich. Laut Polizeischätzung bis zu 1 200 Menschen, darunter viele Kinder, waren dem Aufruf der Ettringer, Siebnacher und Gennacher Bürgerinitiative gefolgt und strömten in Scharen vor die Tore der Papierfabrik im Nordosten Ettringens. Die Kulisse bildeten die dicken weißen Dampfwolken, die weiterhin ungerührt aus den Kaminen in den Winterhimmel quollen... »weiter»
26.01.08 Mindelheimer Zeitung
Nachgefragt bei Landrat Hans-Joachim Weirather:
"Grund zur Freude"
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Wahrlich kein Grund zur Freude
Die überwältigende Beteiligung an der Demonstration gegen die geplante Müllverbrennung der Papierfabrik Lang in Ettringen zeigt, dass für die Bevölkerung vor Ort die geplante Verbrennung von 50.000 t Klärschlamm und 154.000 t Kunststoffabfällen wahrlich kein Grund zur Freude ist.
Unser Landrat stellt in seinem Interview die Investitionen in Höhe von 100. Mio EUR für das neue Kraftwerk der Papierfabrik als Sicherung des Standortes Ettringen und der Arbeitsplätze heraus. Herr Landrat, die Gemeinde Ettringen und die Bürgeninitiativen wollen diese Investitionen in ein neues Kraftwerk ja gar nicht verhindern. Es geht uns darum, welche Brennstoffe in welchem Umfang in diesem Kraftwerk verbrannt werden sollen. Das geplante Gas-Heizkraftwerk stellt auch eine große Investition und eine Sicherung der Arbeitsplätze dar - niemand will das verhindern.
Wir wollen weiterhin einen großen Papierproduzenten am Ort, der für seine Engergieerzeugung sorgen muss und soll. Die Bürger wehren sich allerdings dagen, dass über Partnerfirmen der Papierfabrik der Einstieg in das sicherlich lukrative Geschäft der Müllentsorgung erfolgt. Für die Energieerzeugung der Papierfabrik ist die Verbrennung von sehr feuchtem kommunalem Klärschlamm eigentlich unrentabel. Laut Antragsunterlagen können durch die Verbrennung der 50.000 t Klärschlamm nur 1 Prozent der geplanten Wärmeleistung von 166 MW des Kraftwerkes erzeugt werden. Und dieses eine Prozent Wärmeleistung aus der Verbrennung von Klärschlamm ist sicherlich nicht für die Erhaltung des Produktionsstandortes Ettringen und die Sicherung der Arbeitsplätze nötig.
Leider sind auch die Quantensprünge in der Filtertechnik, von denen Landrat Weirather spricht, nicht für die Anlage der Firma Lang vorgesehen. In mehrern Gesprächen mit der Firma mussten wir hören, dass die Anlage so gebaut wird, dass die gesetzlich vorgesehenen Grenzwerte - die sich seit dem Jahr 1990 kaum verändert haben - eingehalten werden. Aktuell gibt es sogar eine Vorlage des Umweltministeriums, den Grenzwert für Stickoxide zu halbieren. Auf Nachfrage wurde uns aber mitgeteilt, dass die Anlage der Firma Lang, die ja erst 2011 in Betrieb gehen soll, sind noch nicht an diesen neuen Grenzwerten orientieren wird. Die Anlage wird die aktuell gültigen Vorschriften einhalten - aber auch nicht mehr. Insofern geht der Quantensprung in der Filtertechnik an der Bevölkerung in Ettringen und Umgebung leider vorbei.
Ich hoffe unser Landrat wird sich selbst noch genauer mit der Thematik befassen und so seine in einem ersten Interview geäußerte Meinung noch einmal überdenken. Die Bürgerinitiativen sind auf alle Fälle gesprächbereit und versuchen weiterhin auf www.gesundes-wertachtal.de objektiv zu informieren.
Armin Weh, Ettringen
26.01.08 Protest-Demo
Pläne für riesigen Müllofen im Unterallgäu
Ettringen - Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Vor 20 Jahren haben sich die Bürger des 3000-Seelen-Dorfes Ettringen (Kreis Unterallgäu) erfolgreich gegen den Bau einer kommunalen Müllverbrennung mit einer Kapazität von 130.000 Tonnen pro Jahr gewehrt... »weiter»
26.01.08 Heizkraftwerk schürt auch im Nachbarkreis Ängste
Langerringen-Gennach (wifu/cako) - Das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang Papier, das auf dem Firmengelände in Ettringen bis 2011 entstehen und die Fabrik mit Dampf und Strom versorgen soll, lässt auch in Gennach (Kreis Augsburg) die Wellen hochschlagen: Das Thema löste bei einer Informationsveranstaltung, bei der das Projekt vorgestellt wurde, eine heftige und sehr emotionale Diskussion aus.... »weiter»
25.01.08 Schwabm. Allg. Müllmenge macht Landrat stutzig
Landkreis/Ettringen (cako) - Landrat Dr. Karl Vogele macht das Ausmaß des geplanten Heizkraftwerks der Papierfabrik Lang in Ettringen (Landkreis Unterallgäu) stutzig. Auf Anfrage unserer Zeitung sagte er gestern: "Das Mengenkorsett scheint mir nicht gerechtfertigt, die Größenordnung ist meines Erachtens überzogen." ... »weiter»
25.01.08 Öffentlicher Druck soll Lang Papier zum Umdenken bringen
Siebnach Als gut informiert, unaufgeregt und im Wesentlichen sachlich zeigten sich die Initiatoren der Bürgerinitiative "Gesundes Wertachtal" beim Infoabend in Siebnach. Um mehr über das geplante Heizkraftwerk von Lang Papier und die dort vorgesehene Müllverbrennung zu erfahren, hatten sich interessierte und besorgte Bürger in so großer Zahl eingefunden, dass einige mit Stehplätzen vorlieb nehmen mussten... »weiter»
24.01.08 "Ein Beitrag zu Umweltschutz und Arbeitsplatzsicherung"
Ettringen Bei einer Pressekonferenz gingen Vertreter der Firmenleitung von Lang Papier aus ihrer Sicht auf Fragen ein, die im Zusammenhang mit der Errichtung des neuen Heizkraftwerks aufgetaucht sind und die Öffentlichkeit beschäftigen (wir berichteten). Wir haben die zentralen Aussagen der Firma Lang zusammengefasst:... »weiter»
Tragbarer Kompromiss benötigt
Nun wissen wir es also genau: die Verbrennung von Hunderttausenden Tonnen Klärschlamm und Kunststoffen leistet einen Beitrag zu Umweltschutz und Klimaschutz. Ein echtes Déjà-vu-Erlebnis! Vor ca. 20 Jahren bezeichnete ein Verfechter der damals geplanten kommunalen Müllverbrennung am Standort Ettringen diese als "Luftreinigungsanlage". Geholfen hat ihm das nicht, durch den Druck der Öffentlichkeit konnte der Bau damals verhindert werden.
Hinter dem Nebel der verklärenden Formulierungen in der Presseerklärung der Lang Papier wird jedoch sehr deutlich, wie die Planungen aussehen: Die Reststoffe aus der eigenen Produktion sollen nicht vor Ort verbrannt, sondern weiterhin an die Ziegeleien verfahren werden, an ihrer Stelle werden Kunststoffe und kommunaler Klärschlamm in gewaltigem Ausmaß zum Zwecke der Gewinnmaximierung verfeuert und der Betrieb der Anlage wird auf ein nicht näher bezeichnetes Unternehmen übertragen. Die Aussagen der Firma stimmen dabei in weiten Teilen nicht mit den Inhalten des Genehmigungsantrags überein. So wird z. B. von maximal 131 000 Tonnen Fremdstoffen gesprochen, wohingegen dem Antrag eine maximale Jahresmenge von 204 000 Tonnen zu entnehmen und ein Beispiel mit ca. 180 000 Tonnen explizit aufgeführt ist. Für die Reduzierung des problematischen PVCs finden sich keine Anhaltspunkte im Antrag und für die Emissionen werden durchgängig die Höchstmengen, d. h. die Grenzwerte beantragt: keine Rede also von einem wesentlichen Unterschreiten.
Es ist sehr zu begrüßen, dass die Vertreter des Unternehmens sich gesprächsbereit zeigen und ein Entgegenkommen signalisieren. Ziel muss es sein, einen für alle Seiten tragbaren Kompromiss zu finden.
Richard Nicka, Ettringen
23.01.08 Gemeinderat konstruktiv kritisch
Ettringen (emf) - Der Gemeinderat Ettringens ist derzeit noch dabei, die Unterlagen des Verfahrens zum geplanten Heizkraftwerk der Papierfabrik Gebrüder Lang vollständig zu bewerten. Die Mitglieder haben sich zusätzlich bei Fachgremien und durch die Besichtigung einer Papierfabrik, die Ersatzbrennstoffe und Klärschlamm zur Energiegewinnung verbrennt, informiert. Außerdem beauftragte die Gemeinde einen externen Gutachter...»weiter»
19.01.08 Täglich werden 2 000 Tonnen Produktionsabfälle verbrannt
Mit ihrem Vorhaben, ein werkseigenes Heizkraftwerk zu bauen, um den für die Produktion benötigten Dampf und einen Teil des Stromes herzustellen, steht die Ettringer Papierfabrik Lang nicht alleine da. In anderen Werken ist dies längst Stand der Dinge. Bei einer Informationsveranstaltung in Ettringen (wir berichteten) nannten die Lang-Verantwortlichen einige Male das UPM-Werk in Schongau als Beispiel. Das Unternehmen hat zwei eigene Heizkraftwerke. Wir haben mit Winfried Schaur, Leiter des Schongauer Werkes darüber gesprochen, wie diese betrieben werden... »weiter»
Auf die genehmigten Brennstoffe kommt es an!
Im Bericht über das Heizkraftwerk der Papierfabrik in Schongau weist Werksleiter Schaur darauf hin, dass nur die genehmigten Stoffe verbrannt werden dürfen. In Schongau sind das die bei der Papierherstellung anfallenden Reststoffe und ein kleiner Teil Klärschlamm der eigenen Abwasserreinigungsanlage.
Zusätzlich wird in Schongau auch ein Teil der Reststoffe der UPM Papierfabrik in Augsburg entsorgt. Die Anlieferung erfolgt hier aber umweltfreundlich ausschließlich per Bahn.
Die Planungen für Ettringen sehen leider anders aus. Hier sollen neben den Abfällen der Papierfabrik in Ettringen und aus anderen Werken der Myllykoski-Gruppe bis zu 50.000 t/a kommunalem Klärschlamm und bis zu 154.000 t/a sogenannte Ersatzbrennstoffe verbrannt werden.
Da liegt der große Unterschied zu Schongau. Werden dort nur Abfälle aus der Papierproduktion entsorgt, so ist in Ettringen geplant in großem Umfang aufbereiteten Haus- und Gewerbemülle – das heißt Kunststoffabfälle - zu verbrennen. In den ausgelegten Antragsunterlagen der Fa. Lang lässt sich nachlesen, dass z.B. die Schadstoffgehalte von PCB, Antimon und Blei bei den Ersatzbrennstoffen um das 10fache höher sind, als bei den Reststoffen aus der Papierproduktion.
Herr Schaur weist auch darauf hin, dass es in Schongau keine Probleme mit den Schadstoffemissionen aus ihrem Kraftwerk gibt. Im Umweltbericht 2006 von UPM findet sich allerdings die Aussage, dass die Grenzwerte für Quecksilber und Salzsäure auch mal überschritten wurden. Wenn in Ettringen zukünftig 154.000 t Plastik mit einem gewissen Anteil an PVC verbrannt werden, ist die Befürchtung einer weit höheren Umweltbelastung als in Schongau sicherlich nachvollziehbar. Vom aufkommenden Mülltourismus zur Kunststoffverbrennungsanlage in Ettringen ganz zu schweigen!
Armin Weh, Ettringen
So geht's doch auch!
Im Interview mit dem Werksleiter der Papierfabrik in Schongau kommt deutlich zu Tage, dass das geplante Heizkraft der Papierfabrik Lang in Ettringen mit der Schongauer Anlage absolut nicht zu vergleichen ist, obwohl Lang auf diese Anlage als Referenzanlage verweist.
In Schongau werden ausschließlich Reststoffe verbrannt, die bei der Papierherstellung anfallen. Der Verbrennungsprozess ist durch die gleichmäßige Beschickung gut kontrollierbar, die Abfallentsorgung des Werkes ist autark, umwelttechnisch vertretbar und wirtschaftlich.
In der geplanten Ettringer Anlage sollen hingegen eine Vielzahl von betriebsfremden Ersatzbrennstoffen verwertet werden, die nichts mit dem Papierherstellungsprozess zu tun haben. Darüber hinaus ist sogar die Verfeuerung der fabrikeigenen Reststoffe fraglich, weil sich die Firma bezüglich der eigenen Reststoffe auch andere Verwertungsmöglichkeiten offen lässt. Diese Anlage soll praktisch als reine Müllverbrennungsanlage genehmigt werden. Auch die Option, die Anlage evtl. durch eine Abfallentsorgungsfirma betreiben zu lassen, verdeutlicht dies.
Ich möchte an dieser Stelle an die Verantwortlichen der Fa. Lang appellieren, sich doch auf die Papierherstellung und Verwertung der eigenen Reststoffe zu konzentrieren und nicht ein neues Geschäftsfeld der Müllentsorgung zu eröffnen.
Hermann Doll, Ettringen
Leserbriefe in Schwab.Allg. vom 19.01.08 als PDF-Datei
17.01.08 Geplantes Kraftwerk erhitzt die Gemüter
Gemeinderat Lamerdinger wollen noch mehr Informationen zu Großprojekt in Ettringen
Lamerdingen | rim | Lange und ausgiebig über das geplante Heizkraftwerk in Ettringen (wir berichteten) sprechen wollten die Lamerdinger Gemeinderäte nicht. Zu wenig Informationen lägen bis jetzt vor, sagte Bürgermeister Hanspeter Eberhardt. Ganz ohne Kommentar und Stellungnahme den Tagesordnungspunkt auf eine der nächsten Sitzungen verschieben, konnten die Räte dann aber auch nicht. Schließlich hatte das Heizkraftwerk, das auf dem Gelände der Papierfabrik Lang errichtet werden soll, auch etliche Zuschauer zu der Sitzung gelockt, die zuvor schon Zeitungsartikel zum Thema untereinander verteilten...»weiter»
12.01.08 Drei dicke Ordner geben Aufschluss
Mindelheim/Ettringen (liwe) - Was soll im geplanten Heizkraftwerk der Firma Lang alles verbrannt werden? Diese Frage bestimmte Anfang dieser Woche die Diskussion bei einem Informationsabend zum Projekt der Ettringer Papierfabrik (wir berichteten). Seit gestern nun haben Bürger die Möglichkeit, die Unterlagen aus dem Genehmigungsverfahren für die vorgesehene Anlage, die Dampf und Strom für die Papierproduktion liefern soll, einzusehen. Möglich ist dies unter anderem im Landratsamt Unterallgäu sowie bei der Gemeinde Ettringen. Drei dicke Ordner geben dort detailliert Aufschluss über Technik und Funktionsweise der Anlage sowie über die geplanten Brennstoffe... »weiter»
10.01.08 Papierfabrik: Mehr Energie aus Verbrennungsofen
Langerringen/Ettringen l liwe, tial Die seit 1897 in Ettringen ansässige Papierfabrik Lang Papier plant den Bau eines neuen Heizkraftwerks, das die Fabrik mit Dampf und Strom versorgen soll. Die mit Gas und einer breiten Palette verschiedener Brennstoffe und Abfälle betriebene Anlage soll spätestens 2011 in Betrieb gehen. Werksleitung und Projektteam informierten jetzt in Versammlungen in Ettringen und Langerringen Bürger über den Stand des Verfahrens... »weiter»
Leserbriefe In der MZ vom 10.01.08 als PDF- Datei
09.01.08 Die Furcht vor einer verdeckten Müllverbrennung
Ettringen "Die Bürgeraktion Müllentsorgung e.V. ist aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht", sagte Martin Kleint am Ende einer gut zweieinhalbstündigen Informationsveranstaltung der Firma Lang zu ihrem geplanten Heizkraftwerk. Zuvor hatten Kleint und seine Mitstreiter Armin Weh und Gemeinderat Richard Nicka, die sich Ende der 80er Jahre erfolgreich gegen eine Müllverbrennungsanlage in Ettringen gewehrt hatten, in einer sachlichen Diskussion ihre Bedenken gegenüber dem geplanten Werk der Papierfabrik Lang vorgebracht... »weiter»
09.01.08 Lärm, Geruch und Schadstoffausstoß
Ettringen (liwe) - Auf die zahlreichen Fragen der rund 150 Bürger antworteten Werksleiter Thomas Krauthauf, Kraftwerks-Leiter Wolfgang Schäufeler, technischer Leiter Martin Heinrich sowie der externe Gutachter Walter Grotz... »weiter»