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Rauch aus dem AVA-Schornstein

Wegen eines 45-minütigen Stromausfalls im Netz der Stadtwerke im Norden der Stadt drang gestern...

Mahnwache am 03. September 2010

Am 03. September um 18.00 Uhr findet wieder eine Mahnwache gegen die geplante...

Keine neuen Müllverbrennungsanlagen bauen!

NABU-Zahlen belegen Unwirtschaftlichkeit: Der Müll reicht nicht

 

Es gibt nicht mehr genug Müll,...

"Das Bessere Müllkonzept" lädt ein:

Einladung zur Delegiertenversammlung in Augsburg

 

Samstag, den 24.7.2010 ab 11.00 Uhr im Hotel...

Feuer in Recyclingfirma

Ein Feuer in einer Recyclingfirma an der thüringisch-bayerischen Grenze hat am Donnerstag einen...

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Schöne Bescherung

18.12.2009

"Ettringen (cako) - Mit einer großen Postkartenaktion will die Bürgerinitiative (BI) „Gesundes Wertachtal“ auf ihren Unmut über das geplante Heizkraftwerk der Papierfabrk Lang in Ettringen aufmerksam machen. Auf den Karten steht „Schöne Bescherung! Wir danken!“, zu sehen ist das Heizkraftwerk mit einer großen roten Schleife."

Um den Artikel zu lesen, klicken Sie bitte auf das Bild, oder lesen Sie hier direkt in der Augsburger Allgemeinen


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"Grenzwerte wurden überschritten"

08.12.2009

BI wegen Müllverbrennung beunruhigt / Ergebnisse stehen noch aus

Porta Westfalica (dh). Die Verbrennung von Müll im Gemeinschaftskraftwerk Veltheim ruft erneut die Portaner Politik auf den Plan. Sie drängt darauf, dass die Aufsichtsbehörde ihrer Pflicht nachkommt und ein Gerichtsurteil überwacht und auch durchsetzt ...

... Fritz-Günter Pape, Fachmann in der Bürgerinitiative, sieht hingegen seine Befürchtungen bestätigt. "Es wurde gemessen und Werte wurden überschritten." Was ihn besonders beunruhigt: "Trotz der inzwischen erfolgten Halbierung des Arsen-Anteils in den angelieferten Stoffen sind die Grenzwerte überschritten worden. Da fragt man sich: Was war bloß vor der Halbierung?"

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EBS-Herstellung: Eine Aufgabe für Spezialisten

03.12.2009

"Weniger Produktion erzeugt eben auch weniger Abfall. Kaum jemand hatte nicht damit gerechnet, dass die Abstände zwischen den Containerleerungen zunehmen würden und der Wettbewerb um den günstigsten Preis an der Anfallsstelle neu ausgerufen wird. Mit Sorge betrachtet die mittelständische Entsorgungswirtschaft jedoch die Entwicklung am anderen Ende der Kette. 

In einer Zeit, in der die Erlöse für aufbereitete Sekundärrohstoffe am Boden liegen, verzeichnet die Branche Überkapazitäten bei der Müllverbrennung sowie der Mitverbrennung mittelkalorischer Abfälle. In der Folge sind die Verbrennungspreise auf ein Niveau gesunken, die die Wirtschaftlichkeit zur Aufbereitung hochwertiger EBS zunehmend in Frage stellen. In der Konsequenz gehen bereits erste Aufbereitungsanlagen für die Herstellung von EBS vom Netz."

Hier lesen Sie den Orginal-Artikel aus dem Recyclingportal.eu weiter >>


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Artikel Bund Naturschutz

30.11.2009

Müllverbrennung Ettringen: Kaum Zugeständnisse an die Bürger

Ein Artikel aus der Zeitschrift des Bund Naturschutz.

Autor: Armin Weh

Hier können Sie den Artikel als PDF herunterladen. PDF icon

 


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KAUFBEURER ZEITUNG - MONTAG 16. NOVEMBER 2009

16.11.2009

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KAUFBEURER ZEITUNG - MONTAG 16. NOVEMBER 2009

16.11.2009

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Stadtzeitung 11. November 2009

11.11.2009

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"Die Leute leben seit Jahren neben einer Dreckschleuder"

(MINDELHEIMER ZEITUNG vom 15.02.08)

Südansicht Fa.Lang vom 17.02.08



Vorsortierte Häme
Zum MZ-Bericht „Lang-Papier verurteilt Drohungen" vom 8. Oktober:
„Wer die mit Geld, Macht und Angst garnierten Aktionen der Fa. Lang verfolgt hat, empfindet die Einlassung dieser Firme zu dem Rücktritt der BI-Vorsitzenden als eigenartig (im wahrsten Sinne des Wortes).
Dass jetzt z.B. in Pfaffenhausen (Bericht vom 14. 10.) ganz offen von einer Müllverbrennung gesprochen wurde, zeigt, dass die Verantwortlichen wohl wissen, was sie tun, wenn sie mithelfen, die Bürger weiter vorsortiert zu betrügen.
Interessant wird nun die Entscheidung durch die Verwaltung des Landratsamtes und deren Aufsichtsbehörde, der Bezirksregierung. Ob hier versucht wird, mit Paragraphen-Akrobatik einer widersprüchlichen Antragsstellung entgegen Regionalplanung und jeder Notwendigkeit eine Genehmigung zu erteilen.
Nach den bisherigen Erlebnissen in diesem Verfahren dient diese Art Juristerei wohl dazu in 'einer Art glorifizierten Buchhaltung die Angelegenheit der Mächtigen zu regeln und den Ohnmächtigen zu beweisen, dass die Welt gerecht und vernünftig eingerichtet ist'. So Barack Obama, Jurist, Friedenspreisträger und Präsident der USA in seinem vor Jahren geschriebenen Buch „Ein amerikanischer
Traum". Rudolf Müller Türkheim

Muss man neuerdings Angst haben?
Zum Artikel „Drohanrufe: Vorsitzende schmeißt hin" vom 30. September:
„Muss man neuerdings Angst um sich selbst, seine Familie und seine Tiere haben, wenn man aktiv in der BI gegen das Heizkraftwerk der Firma Lang in Ettringen mitarbeitet? Sind die Drohanrufe bei Frau Pfänder-Rid eine bewusste Fortführung der Drohkulisse gegen die Kraftwerksgegner, welche am 25. Mai diesen Jahres im Online-Forum der Mindelheimer Zeitung mit dem Aufruf begann, die Ettringer sollten sich nicht mehr verstecken, sondern in einem 'Frontalangriff' die direkte Konfrontation mit der BI suchen? Weiterhin solle man bei einem positiven Ausgang des Bürgerentscheids die Geschäfte der BI-ler boykottieren und sie in ihrer Existenz gefährden, da 'solche Leute' es auf keinen Fall verdient hätten, 'weiter zu leben in Ettringen'. Das Ganze gipfelt in dem geschickt formulierten Hinweis, "mir ist auf jeden Fall zu Ohren gekommen, sollte es positiv für die BI ausgehen, wird Ettringen brennen". Gemeint sind wohl die Häuser der Kraftwerksgegner. Ist es vor diesem Hintergrund nicht mehr als verständlich, dass Frau Pfänder-Rid nach den erneuten Drohanrufen ihren Vorsitz in der BI abgegeben hat? Denn wer sieht schon gern sein Haus in Flammen aufgehen?"
Josef Gegenfurtner Schwabmünchen


 

30.09.2009 Bürgerinitiative kündigt „schärfere Gangart“ an
Ettringen (monik) - Das Ziel bleibt, der Weg dorthin soll ein anderer sein. Die neue Führungsriege der Bürgerinitiative (BI) „Gesundes Wertachtal“ will so manches anders machen als ihre Vorgänger, um das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang in Ettringen zu verhindern...»weiter»

 

29.09.09 Drohanrufe: Vorsitzende schmeißt hin!... »weiter»


 

David gegen Baffia?

Zum MZ-Bericht Führungswechsel hinter verschlossenen Türen" vom 22. September:
Da wird zurzeit des Kommunalwahlkampfes und Faschings ein Bauantrag eingereicht. Der Begründung, dass eine neue Energiegewinnung aus in Kraft tretenden Umweltschutz-Auflagen und zur Reststoffverbrennung diene, wollte niemand widersprechen. So hörte und sah man überall grüne Signale.
Eine kleine Gruppe von betroffenen Umweltbewussten, die es schafften, trotz des finanzkräftigen Gegenwindes auf die skandalöse Bürgertäuschung aufmerksam zu machen, Mitstreiter und Geld zu sammeln, gab nun auf.
Wer auf dem Erörterungstermin zum Genehmigungsverfahren auch nur ein wenig hinhörte, bekam eine Ahnung von der immensen Leistung dieses Vorstandes, was an Zeitaufwand für Laien sich mit notwendigem erarbeitetem Fachwissen und den Wulst der Akten des erstrittenen zweiten Bauantrages durchzuarbeiten bedeutet. Dabei immer vor Augen, dass es nicht um eine Verbesserung der Umweltbedingungen geht, sondern dass es sich um einen Potemkinschen Bauantrag zur drittgrößten bayerischen Müllverbrennung handelt.
Doch wo es um so viel Geld geht, eine durch die Hintertür versuchte private Müllverbrennung zu installieren, ist im verfilzten Bayern die Baffia nicht weit.
Wer erlebt und bisher zusehen muss, welches Leid und Schaden die bisher zu wenig erkannte Luftbelastung (siehe z.B. MZ vom 23.9.09, 5.11 bis zu 1/3 weniger Infarkte seit Einführung des Rauchverbotes) kostet, der muss, bei zu gering ausgelasteten kommunalen Heizkraftwerken, gegen diesen Unsinn sein. Rudolf Müller, Dipi.-Ing. (FH) Türkheim




01.08.09 Überstunden sind die Regel

Ettringen/Mindelheim Der Zeitaufwand ist enorm: Seit zwei Jahren beschäftigt sich das Sachgebiet 31 „Immissionsschutz“ im Landratsamt Unterallgäu schwerpunktmäßig mit ...»weiter»

 

 

01.08.2009 Mahnwache geht weiter

Ettringen/Schwandorf (pm) - Wie jeden ersten Freitag im Monat lädt der Verein Gesundes Wertachtal e.V. auch am 7. August um 18 Uhr nach Ettringen vor Tor 2 der Firma Lang zur Mahnwache ein. Es ist bereits das elfte Mal. Mit dieser Protestform macht die Bürgerinitiative weiter mobil gegen die Pläne der zur finnischen Myllykoski-Gruppe gehörenden Papierfabrik Lang zum Bau eines Heizkraftwerkes...»weiter»



28.07.2009 Die Sorgen sind geblieben

Türkheim (pm) - Das geplante Heizkraftwerk der Papierfabrik Lang in Ettringen stand im Mittelpunkt einer Diskussionsveranstaltung, zu welcher der Bad Wörishofer FDP-Stadtrat Dr. Claus Thiessen in das Gasthaus Bäurle eingeladen hatte. Der Gersthofener Roland Kaulfersch berichtete von seinen negativen Erfahrungen in seinem persönlichen Widerstand gegen die Errichtung einer Müllverbrennungsanlage nur wenige Meter von seinem Privathaus entfernt...»weiter»

 

20.07.09 Der Widerstand der Initiative gegen Heizkraftwerk ist ungebrochen

Ettringen/Schwabmünchen (SZ) - Die Bürgerinitiative (BI) „Gesundes Wertachtal“ ist enttäuscht: Auch nach Abschluss der Erörterung, bei der die Einwendungen gegen das geplante Heizkraftwerk in Ettringen diskutiert wurden, zeichnet sich keine Lösung ab. Der Antragsteller, die Firma Lang, sei nach wie vor uneinsichtig und nicht zu Kompromissen bereit, schreibt die Bürgerinitiative in einer Pressemitteilung. Die Kraftwerksgegner kündigen eine Klage an, sollten die Behörden das Heizkraftwerk genehmigen...»weiter»


16.07.09


14.07.09 Landwirte machen gegen geplanten Müllofen in Ettringen (Landkreis Unterallgäu) mobil

10.07.09 Bürger befürchten hochgiftige Filterstäube und unzumutbar Lkw-Verkehre



09.07.09 Anhörung vorbei - doch Entscheidung steht noch aus

Die Erörterung zum geplanten Heizkraftwerk der Firma Lang in Ettringen hat in Mindelheim ihr Ende gefunden. Acht Tage lang waren alle Facetten rund um die Anlage debattiert ...»weiter»

 

09.07.09 Bei Kraftwerk-Bau geht es auch ums Grundwasser

Wird ein Teil des neuen Heizkraftwerkes der Papierfabrik Lang nun doch auf einem Teil der Altdeponie errichtet? Auch das war Knackfrage bei der Erörterung zum geplanten ...»weiter»

 

08.07.09 Bau doch auf Altdeponie?

Mindelheim/Ettringen (it) - Wird ein Teil des neuen Heizkraftwerkes der Papierfabrik Lang nun doch auf einem Teil der Altdeponie errichtet? Das war die Knackfrage am siebten Erörterungstag am gestrigen Mittwoch...»weiter»

08.07.09 Erörterung geht weiter

Mindelheim/Ettringen Der Erörterungstermin zum Bau eines Heizkraftwerkes der Papierfabrik Lang (Ettringen) geht weiter. Noch am Dienstagabend erhielt der Anwalt der Bürgerinitiative „Gesundes Wertachtal“, Wolfgang Baumann, die von ihm ...»weiter»

 

07.07.09 Erörterung kurz vor dem Aus?

Mindelheim/Ettringen Am 29. Mai um 20.06 Uhr war der erste Teil des Erörterungstermins zum Bau eines Heizkraftwerkes der Papierfabrik Lang in Ettringen abgebrochen worden. Gestern Morgen um 9.31 Uhr wurde mit dem zweiten Teil begonnen - und das Ende ... »weiter»

 

02.07.2009 Zehnte Mahnwache im Vorfeld der zweiten Erörterungsrunde

Ettringen/Mindelheim (pm) - Wenige Tage vor der zweiten Erörterungsrunde zum geplanten Heizkraftwerk der Papierfabrik Lang in Ettringen (Dienstag, 7. Juli, 9.30 Uhr Dreifachturnhalle des Maristenkollegs in Mindelheim) trifft sich der Verein „Gesundes Wertachtal“ am morgigen Freitag, 3. Juli, um 18 Uhr zur inzwischen zehnten Mahnwache vor Tor 2 der Firma Lang... »weiter»

 

13.06.2009 „Wir haben kein Gesprächsangebot erhalten“

Ettringen (it,pm) - „Wir haben kein Gesprächsangebot erhalten. Die Firma Lang ist nicht auf uns zugegangen. Offensichtlich sucht sie sich einzelne Mitstreiter heraus.“ So reagiert Heike Weiß von der Interessengemeinschaft „Aktive Unterstützer Bürgerbegehren Ettringen“ auf die Ankündigung des Geschäftsführers der Papierfabrik Lang, Dr. Thomas Krauthauf, nach dem Bürgerentscheid den Dialog mit der Bürgerinitiative zu suchen, um „auch den letzten Zweiflern eventuelle Sorgen wegen des Heizkraftwerks zu nehmen“. Die Interessengemeinschaft selbst sei, so Heike Weiß, gesprächsbereit: „Wir müssen immer miteinander reden, sonst sind die Fronten verhärtet und das ist schlecht.“ ... »weiter»

 

 

 


 

Ängste zu schüren ist nicht akzeptabel

Zu den Berichten über den Bürgerentscheid zum Heizkraftwerk in Ettringen: „Gelungen ist die 70-prozentige Solidarisierung der Ettringer mit Firma Lang nur darum, weil mit dem angedrohten Abbruch des Projektes unverhohlen die Möglichkeit von Arbeitsplatzabbau verknüpft wurde. Sich mit dem Schüren von Ängsten um Arbeitsplatzverlust um ein gesetzlich etabliertes kommunales Planungsverfahren zu drücken, ist deswegen aber nicht akzeptabler. Hat man wenigstens davon gehört, dass im Gegenzug eine Arbeitsplatzgarantie angeboten wurde?
Daher: ein glänzender Sieg für Vernunft, Bürgerstolz und Geradlinigkeit, wenn immerhin rund 30 Prozent sich dem Diktat der Firma Lang nicht beugen wollten.
Wenn Firma Lang jetzt auf diese 30 Prozent zugehen will, wie zu lesen stand, zeugt das von Vernunft. Indessen sei Firma Lang eine weitere Einsicht nahe gelegt: Die 70 Prozent hatten Ängste wegen eines möglichen Arbeitsplatzabbaus und dessen Folgen — frei von Sorgen wegen der Auswirkungen des Großprojektes sind sie darum nicht. Ihre Belange und Interessen sind weiter im Spiel. Nicht nur jetzt, sondern die nächsten 30 Jahre. Benno Freiherr von Rechenberg, Westeringen

Nicht zu Wort gekommen

Zu den MZ-Berichten über den Erörterungstermin für das geplante Heizkraftwerk der Papierfabrik Lang (Ettringen) in Mindelheim:
„Der Erörterungstermin war wirklich aus mehreren Gründen enttäuschend: Zum ersten vermittelte die restriktive Verhandlungsführung von Frau Back vom Landratsamt gegenüber den Einwendern nicht den Eindruck, tatsächlich objektiv zu sein. Zweitens hat Herr Landrat Weirather nicht einmal eine Minute seiner Zeit aufgewendet, um einer für seine Bürger wichtigen Erörterung beizuwohnen. Zudem waren die Verhandlungszeiten für einen normal Berufstätigen zeitlich nicht wahrzunehmen, außer er nahm sich dafür eigens Urlaub. Doch dieser Aufwand lohnte sich für viele der Anwesenden oftmals nicht, da sie persönlich nicht zu Wort kamen.
Durch die Vorgabe für jedes einzelne Argument einen Wortmeldezettel auszufüllen, waren unnötige Hürden zu überwinden gewesen. Diese Vorgehensweise wurde von der Firma Lang und ihren Vertretern allerdings nicht gefordert.
Zusätzlich war aufgrund der unstrukturierten Tagesordnung nicht klar, wann ein Einwender seinen persönlichen Punkt überhaupt verdeutlichen hätte können. Deshalb ist es mehr als verständlich, dass die über 10 000 Einwender sich statt dessen von engagierten Fachleuten gut vertreten wissen wollten und deshalb nicht alle persönlich erschienen sind.
Leichter hatten es da die Vertreter der Firma Lang und deren freigestellte Betriebsräte, für die diese Erörterung womöglich zur täglich bezahlten Arbeit gehörte." Edwin Günther Türkheim

Was oben rauskommt

Zu den Berichten über den Erörterungstermin für das geplante Heizkraftwerk der Papierfabrik Lang (Ettringen) in Minderheim:
„Beim Erörterungstermin hat die BI die Risiken der Anlage deutlich aufgezeigt. Indirekt hat die Firma Lang diese Bedenken mit der Abgabe von zwei kleineren Selbstverpflichtungen zur Reduktion von Schadstoffen im Laufe des Verfahrens sogar bestätigt.
Vor diesem Hintergrund erscheint sogar die Behauptung des Gesundheitssachverständigen des Landratsamtes, dass von der Anlage keinerlei schädliche Rückstände in den Böden um die Anlage zu erwarten sind, mehr als verdächtig. Seine Bewertungen der Auswirkungen der Schadstoffe für die Umwelt basieren auf einem Gutachten, das mittels Computerberechnungen erstellt worden ist, von denen aber seitens der Antragstellerin sogar indirekt zugegeben wurde, dass diese Simulationen die Realität gar nicht abbilden können.
Das mag für diesen Gutachter in seinem akademischen Elfenbeinturm ausreichen, für die Betroffenen jedoch zählt nur, was oben am Kamin herauskommt. Keiner, auch nicht die Vertreter der Firma Lang, würden mit einem Flugzeug mitfliegen, welches nur im Computer simuliert, aber nie als realer Prototyp geprüft wurde.
Realität bleibt, dass die geplante Anlage pro Stunde genauso viel Stickoxide abgeben wird, wie dies nur durch mehrere Tausend Autos, die ständig durch Ettringen fahren würden, erreichbar wäre." Maria Mayer-Günther Türkheim

Lächerlich

Zu den Leserbriefen „Dazu gelernt" und „Nichts Gegenteiliges" vom 3. Juni: „Waren die Mitarbeiter der Fa. Lang auf einer anderen Veranstaltung? Interessant wäre auch zu wissen, ob ihnen der Besuch als Arbeitszeit angerechnet wurde.
Womit sollen sich die BI-Vertreter profilieren? Dass sie eine Woche Urlaub genommen haben! Dass sie sich wochenlang in die Materie eingearbeitet haben! Dass sie das Geld für die Rechtsbeistände aufbringen müssen! Es gibt auch Lang-Mitarbeiter, die die Ängste und Sorgen der Bürger teilen, aber die haben ja alle Schweigepflicht.
Als Lang-Arbeiter wäre ich sehr enttäuscht von meiner Geschäftsleitung und vom Landrat. Bei Beginn der Erörterung fehlten grundlegende Dinge. Auch hat die Fa. Lang nicht bestätigt, dass die Arbeitsplätze bleiben, wenn die Müllverbrennung kommt.
Zu den Risiken. Haben sich die Befürworter schon mal gefragt, warum Schadstoffe gemessen werden? Weil eben doch welche rauskommen. Vor allem, wenn die geplante Anlage nicht so läuft, wie auf dem Papier berechnet. Es ist lächerlich, wenn einmal im Jahr drei Tage lang die Dioxinwerte gemessen werden und diese Messung vorher angekündigt wird."
Elisabeth Dörfler Amberg


 


08.06.09 Bebauungsplan für Heizkraftwerk abgelehnt

Ettringen Dass es so klar ausgeht war selbst für „Kenner“ eine Überraschung: Beim Bürgerentscheid am gestrigen Sonntag, bei dem es um die Aufstellung eines Bebauungsplanes „Heizkraftwerk Fa. Lang“ ging, stimmten 70,5 Prozent mit „Nein“. Damit bleibt es beim Flächennutzungsplan und es bleibt beim weiteren Verfahrensweg für das geplante Vorhaben der Papierfabrik... »weiter»

 


08.06.09 Erleichterung und Enttäuschung Ettringen

(it) - „Gott sei Dank!“ Das war die erste Reaktion nachdem Ettringens Bürgermeister Robert Sturm als Wahlleiter das Ergebnis des Bürgerentscheids bekannt gegeben hatte. Er sei erleichtert, dass es zum einen eine so hohe ... »weiter»

 

08.06.09 Der Bürger hat gesprochen

Gestern waren sie gefragt, sie alleine: die Ettringer Bürgerinnen und Bürger, die, in deren Mauern die traditionsreiche Papierfabrik Lang ein Heizkraftwerk errichten will... »weiter»

 


 

 

„Heizkraftwerk sichert keine Arbeitsplätze”
Zum MZ-Bericht: „Heizkraftwerk sichert Standort und Arbeitsplätze" vom 22. Mai:
„Falsch, liebe Vertreter der IHK aus Schwaben! Das Konzept des neuen Heizkraftwerkes mit der Verbrennung von Klärschlämmen ist nicht optimal und richtungsweisend! Von der Anlage gehen für die Anwohner erhebliche Gefahren aus und ein verringerter CO2 -Ausstoß ohne Gegenrechnung neuer Emissionen ist kein nachhaltiger Umweltprofit. Und statt positiver Energiebilanz wird die Herstellungsenergie der Produkte vernichtet!
Doch alle eure nachgeplapperten Werbeaussagen wären hinnehmbar, würdet ihr nicht vermitteln wollen, dass Arbeitsplätze durch das neue Kraftwerk gesichert würden. Ganz im Gegenteil – es ist zu befürchten, dass Arbeitsplätze durch das EBS-Kraftwerk bedroht werden! Arbeitsplätze entstehen durch innovative, neue Techniken, nicht durch das Erhalten veralteter Strukturen wie Müllverbrennung. Das zeigt deutlich der Umweltsektor, wo Arbeitsplätze und Gewinne boomen. Wenn in wenigen Jahren EBS als Brennstoff wegen der Umweltgefährdung und Preissteigerungen keine Rolle mehr spielt, wird das neue Heizkraftwerk unrentabel! Dann sind die Arbeitsplätze gefährdet. Die klatschenden Mitarbeiter der Fa. Lang bei der Erörterung sollten bedenken, dass es bei einem modernen gasbetriebenen GuD-Kraftwerk genau anders wäre: Die Arbeitsplätze würden erhalten bleiben."
Gernot Hartwig Sprecher des „Landesarbeitskreises Abfall" im „Bund Naturschutz in Bayern"


 

02.06.09 Die Erörterung geht in eine zweite Runde

Mindelheim/Ettringen Gegen Ende waren alle müde. Fünf lange Verhandlungstage im Erörterungsverfahren zum geplanten Heizkraftwerk der Papierfabrik Lang (Ettringen) lagen hinter ihnen - und bei Weitem waren noch nicht alle Themen abgearbeitet, nicht... »weiter»

 

 

 

02.06.09 BUCHLOER ZEITUNG
Erörterung geht erst im Juli weiter
Fünf Verhandlungstage haben nicht ausgereicht, das Vorhaben der Firma Gebrüder Lang Papierfabrik GmbH, im Unterallgäu die drittgrößte Abfallverbrennungsanlage Bayerns zu errichten, zu erörtern. Die Erörterung wird am 7. Juli fortgesetzt. «Der Verein Gesundes Wertachtal bedauert sehr, dass es nicht gelungen, die Erörterung am 29. Mai abzuschließen... »weiter»

30.05.09 Stäube wirbeln viel Staub auf

Mindelheim/Ettringen „Auch wieder da,“ lautete der Kommentar eines „Dauerbesuchers“ zum Erörterungstermin - die Fünfte am gestrigen Freitag. Die Reihen sind mittlerweile gelichtet. Selbst die beiden „Kontrahenten“, die Vertreter der Papierfabrik Lang (Ettringen), die ein Heizkraftwerk errichten will sowie die Vertreter der Bürgerinitiative „Gesundes Wertachtal“, die das verhindern wollen, zeigen „Auflösungserscheinungen“. Dessen ungeachtet geht es „zur Sache“. Und da stand gestern die „Anlagentechnik“ auf der Tagesordnung...»weiter»

30.05.09 BUCHLOER ZEITUNG
Erörterung zieht sich
Papierfabrik Lang - Nach fünf Tagen noch kein Ende in Sicht - Mehrere Befangenheitsanträge... »weiter»

 



29.05.09 Bürgermeister fühlt sich verunglimpft

Ettringen/Mindelheim (jsto) - Psychologen würden wohl vom Phänomen des Lagerkollers sprechen, der sich allmählich breitmacht. Seit vier Tagen bereits verhandeln weitgehend dieselben Protagonisten in der Schulturnhalle des Maristenkollegs in Mindelheim - allerdings mit abnehmender Zahl - von morgens bis abends über das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang Ettringen... »weiter»

 

 


 

Fragen an die IHK
Zum MZ-Bericht Heizkräftwerk sichert Standort und Arbeitsplätze" vom 23. Mai:
„Können die IHK-Vorsitzenden verbindlich zusichern, es gäbe keine Entlassungen bei der Firma Lang, wenn das geplante Heizkraftwerk genehmigt und gebaut sein wird?
Schließen sie aus, die momentane Wirtschaftskrise könne einen negativen Einfluss auf den Zeitungsmarkt und damit auf die Papierindustrie nehmen, der zwangsläufig zu Arbeitsverlusten führt?
Halten sie es für nicht vorstellbar, dass bereits eine konjunkturbedingte Personalreduzierung für Lang in Ettringen geplant wird, von der nach dem Anhörungstermin und dem Bürgerentscheid behauptet werden wird, sie sei durch die Gegner des Heizkraftwerks verursacht?
Halten sie es für denkbar, Lang und der Myllykoski-Konzern wollten in Zukunft ihren Gewinn in Ettringen eher aus der personalarmen Verbrennung von Müll als der personalintensiven Herstellung von Altpapier erzielen?
Was würde dies für die Arbeitsplatzsicherheit in diesem Werk bedeuten, von der die IHK-Herren so selbstverständlich ausgehen?"Josef Gegenfurtner Schwabmünchen


28.05.09 Gutachter sieht keine Gefahr für die Gesundheit

Ettringen/Mindelheim Dritter Tag der Erörterung ums Heizkraftwerk der Firma Lang in Ettringen. Diesmal drehte sich alles um die zentrale Frage, die die Menschen in und um Ettringen umtreibt: Wie gefährlich ist die Anlage, was kommt da an womöglich ...»weiter»

 

27.05.09 Verhandlungsführung heizt die Emotionen weiter an

Mindelheim/Ettringen Sie sorgte auch am zweiten Tag des Erörterungstermins zum geplanten Heizkraftwerk der Firma Lang (Ettringen) für Diskussionsstoff und Emotionen: Oberregierungsrätin Doris Back vom Landratsamt. Ihre Verhandlungsführung war, wie ... »weiter»

 


27.05.09 Gemeinde immer gegen Bebauungsplan

Mindelheim/Ettringen (it) - Neben Emotionen ging es am gestrigen zweiten Erörterungstermin um das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang (Ettringen) auch um sachliche und fachliche Fragen... »weiter»

26.05.09 Scharfe Kritik an der Sitzungsleitung: Landratsamt nicht neutral?

Mindelheim/Ettringen Von heftiger Kritik am Landratsamt begleitet ist gestern das öffentliche Erörterungsverfahren zum geplanten Heizkraftwerk der Firma Lang, Ettringen, eröffnet worden. Vor rund 300 Beteiligten in der Dreifachturnhalle des... »weiter»

 

Verbrennungsgegner kritisieren Altlasten
22.05.2009 18:15 Uhr

Landkreis Augsburg/Ettringen (pit) - Bevor am Montag um 9 Uhr in der Dreifach-Turnhalle des Maristenkollegs in Mindelheim die offizielle Erörterung im Genehmigungsverfahren zum geplanten Heizkraftwerk beginnt, erheben Gegner des Projekts aus dem Landkreis Augsburg neue Vorwürfe. Amtliche Messwerte würden über Jahre illegale Einleitung von Zyaniden bestätigen. Dies zeige, dass schon bisher das Grundwasser geschädigt wurde. ...»weiter»



„Was dürfen die, was ich nicht darf?”

Oder: „Warum gibt es für das Areal der Papierfabrik Lang noch immer keinen Bebauungsplan?"


Das fragen sich nicht wenige Ettringer wohl schon seit Jahrzehnten. Die prekäre Situation um die Papierfabrik Lang und deren Vorhaben, die - so die Gegner des Projekts - drittgrößte Müllverbrennungsanlage in Bayern zu bauen, spitzt sich zu: Weil etliches von Seiten der Bürger in der betroffenen Region (die bis Bad Wörishofen reicht) dagegen in die Wege geleitet wurde, weil sich die Bürger informiert haben, weil sie einfach besorgt um ihre Gesundheit sowie um ihre Lebens- und Wohnqualität sind, weil die Anhörung der Bürger am 25. Mai vor der Tür steht, weil es am 7. Juni einen Bürgerentscheid geben und zu einer Entscheidung kommen wird, weil es für die Bürgerinitiative um Sieg oder Niederlage geht - und weil es für das Terrain der Papierfabrik Lang in Ostettringen bis heute nicht einmal einen Bebauungsplan gibt.

Ein paar hundert Meter weiter im Wohngebiet, so heißt es, müsse man sich an Vorschriften halten, die die Dachneigung betreffen, die Art der Zäune, deren Höhe, die Hecken, die Bäume. Das scheine, wie beklagt wird, für die Firma Lang-Papier, die in den Augen vieler offensichtlich immer noch machen könne, was sie will, nicht zu gelten (der damalige Landrat Otto Weikmann habe schon in den 70er Jahren von einer „Lex Lang" gesprochen), obwohl das Landratsamt Mindelheim seit Jahren einen Bebauungsplan für das Areal fordere. Dem sei, so die Klage weiter, von Seiten der Gemeinde bisher aber nicht entsprochen worden.
In Ettringen haben sich zwei Fronten gebildet: Da sind auf der einen Seite die um ihre Gesundheit besorgten Menschen, die anführen, dass für das Bauvorhaben der Firma Lang ein Bebauungsplan erforderlich sei, erst ein solcher ein hohes Maß an Rechtssicherheit gebe und vor allem erst mit einem Bebauungsplan ein vernünftig geplantes Heizkraftwerk geschaffen werden könne.
Und dann gibt es die andere Seite: Lang-Papier, so wird kritisiert, verteile blaue Flyer und plakatiere den ganzen Ort. Gemeinderäte hätten blaue Lang-Aufkleber an ihren Autos angebracht. Schließlich sei das Unternehmen der wichtigste Arbeitgeber am Ort, und den Mitarbeitern werde - so die Bürgerinitiative - Angst um ihren Arneitsplatz gemacht, falls der Bürgerentscheid positiv ausgehen sollte.
Der Umgangston zwischen Befürwortern und Gegnern des Bürgerentscheids scheint zusehends schärfer geworden zu sein. Zuletzt, so war zu hören, habe man sogar Plakate der Bürgerinitiative um Ettringen mutwillig zerstört. Zum Glück hätte Bürgermeister Robert Sturm in einer Postwurfzettel-Aktion zur Fairness aufgerufen und versucht, die Gemüter zu beruhigen, damit die Auseinandersetzung wieder zur Sachlichkeit zurückfinden könne.
Andererseits, so wird weiterbemängelt, sei es jahrelang versäumt worden, für das Lang-Areal besagten Bebauungsplan zu schaffen. Hinzu komme, dass sich viele regelrecht überrumpelt fühlen würden. Seit 20 Jahren gelte die 17. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung, doch vermissen viele von behördlicher Seite die Einflussnahme auf eine umweltschonende und gesundheitsbewusste Kraftwerksplanung des Unternehmens.


Aktive Bürgerinitiative Gesundes Wertachtal
Der im Frühjahr 2008 gegründeten „Bürgerinitiative Gesundes Wertachtal e. V." ist es gelungen, dass aufgrund des öffentlichen Drucks die Firma Lang-Papier ihre erste Kraftwerksplanung vor dem bereits angesetzten Erörterungstermin zurückgezogen hat. Auch die Interessengemeinschaft „Aktive Unterstutzer Bürgerbegehren Ettringen" unterstützt entsprechende Aktionen. Viele führen an, nicht grundsätzlich gegen ein Heizkraftwerk zu sein. Sie würden ihren Job behalten, nicht wegziehen, aber natürlich auch keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen erleiden wollen.
Die Kritiker meinen, dass es eine für alle verträgliche Lösung geben könne. Was Ettringen und der gesamten Unterallgäuer Region mit Bad Wörishofen und den Stauden gut zu Gesicht stünde, sei ein wirkliches Vorzeigekraftwerk, das für die Zukunft Maßstäbe setzt und Vertreter aus Wirtschaft und Politik zum Anschauungsunterricht anlockt. Die Firma Lang-Papier könne ein solches Projekt realisieren - nur müsse es das auch wollen. Sonja Carlsson


Global

Zur Berichterstattung und den Leserbriefen zum geplanten Heizkraftwerk der Papierfabrik Lang in Ettringen:
„Vielleicht ist es hilfreich, die zunehmend erbittert geführte Auseinandersetzung um die Pläne der Papierfabrik Lang in einem globalen Kontext zu deuten. Angesichts der drängenden Umweltprobleme aber auch der gesellschaftlichen Herausforderungen hat sich das Weltbild der Menschen des 21. Jahrhunderts längst gewandelt. Lösungen werden nicht mehr in einer materialistischen, konkurrenzbetonten und profitorientierten Wirtschaftsweise gesehen, wie sie der finnische Myllykoski-Konzern und andere globalisierte Unternehmen propagieren.
Gefragt sind kooperative, ganzheitliche und vor allem nachhaltige Konzepte, die auch den Generationen nach uns Zukunftsperspektiven geben. Diese neue Verantwortlichkeit ist auch im Unterallgäu und den angrenzenden Landkreisen angekommen.
Daher ist es höchste Zeit, dass die Chefetage von Lang ihre kompromisslose Haltung überdenkt und erkennt, dass sie mit dem Schüren von Ängsten, mit Flyern, mit Betriebsführungen und mit kostenlosen Speisen die Herzen der Menschen nicht gewinnen kann. Esau hat zwar, wie im Buch Genesis nachzulesen, sein Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht an seinen Zwillingsbruder verkauft. Doch ist wohl kaum anzunehmen, dass die Menschen in Ettringen das Recht ihrer Kinder und Kindeskinder auf Gesundheit und Sicherheit so leichtfertig verschleudern werden, vor allem da es vernünftige, die Existenz der Firma Lang nicht gefährdende Alternativen zur Energieerzeugung gibt." Dr. Joachim Herbold Hiltenfingen




20.05.09 Siebnacher machen sich Sorgen

Siebnach Es war eine Versammlung der Rekorde: Erst 40 Minuten vor Mitternacht schloss Bürgermeister Robert Sturm die Bürgerversammlung in Siebnach. 810 Siebnacher Bürger hatten sich in die Anwesenheitsliste eingetragen...»weiter»

 

 

 

 

20.05.09 Bürgerinitiative macht ab Montag mobil

Mindelheim/Ettringen (emf/mz) - Ob es um Gesundheitsfragen, um das Baurecht oder um die Umweltverträglichkeit geht - ab Montag, 25. Mai, können in Mindelheim alle Einwendungen gegen Bau und Betrieb eines Heizkraftwerks auf dem Gelände der Papierfabrik Lang in Ettringen bei einem Erörterungstermin vorgebracht werden...»weiter»

 

 


Nein zur Demokratie?

Zur Berichterstattung über das geplante Heizkraftwerk
"Jetzt müssen die Langmitarbeiter das kleinste Glied einer Firma, auch noch Werbung gegen einen Bürgerentscheid machen. Anscheinend sind das die letzten Mittel, die ein modernes Management zu bieten hat. Leider kostet ein moderner Filter richtig Geld und ist ebenfalls sehr teuer im Unterhalt. Die Zeit hat uns doch gezeigt, dass es bei solchen Konzernen nur noch um kurzfristigen Gewinn und Kosten und nicht um die Nachhaltigkeit und Arbeitsplätze geht. Wir alle werden von der Wirtschaft missbraucht, um überleben zu können. Nein Danke!" Raimund Bruche Gennach

 


 

13.05.09 Gemeinderat sagt „Nein zum Bürgerentscheid“
Ettringen Die Wahlberechtigten der Einheitsgemeinde Ettringen sind am 7. Juni aufgerufen, über einen Bürgerentscheid abzustimmen und die Frage zu beantworten, ob für bestimmte Grundstücke der Firma Lang ein Bebauungsplan erlassen werden und eine ...»weiter»

 

 


 

Viele Fragen

Zum MZ-Bericht Arbeibplätze gehen in die Luft" vom 4. Mai:
„Fakt ist: Diese Demonstration war nicht genehmigt. Warum berichtet die MZ über eine illegale Demonstration in dieser Ausführlichkeit?
Ist nicht seit Jahren schon im Gespräch, dass die PM 3 nicht mehr rentabel arbeitet und daher abgeschaltet werden soll?
Wie die derzeitige, weltweite Wirtschaftskrise beweist, sind immer nur dann Arbeitsplätze in Gefahr, wenn entweder die Profitgier der Firmen zu groß wird, oder wenn grobe Managementfehler vorliegen. Ist bei Lang Papier etwa beides im Spiel?
Inwieweit sichert die Müllverbrennung wirklich die Arbeitsplätze bei Lang Papier? Erhalten die Mitarbeiter eine verbindliche Arbeitsplatzgarantie? Hier werden wieder einmal die 550 Arbeitsplätze als unfaires Druckmittel zum Schüren von Ängsten missbraucht.
Leider springt auch die Gewerkschaft auf dieses Boot auf und denkt nicht an die Zukunft der Bürger in der Region.
Warum wurde das Schwerölkraftwerk überhaupt so lange betrieben und Sondergenehmigungen gewährt? Ist das der ökologische Gedanke der Firma Lang? Jetzt schon gibt es in Ettringen immer wieder Industrieschnee. Ist daher der Himmel über Ettringen nach dem Bau der geplanten Müllverbrennung überhaupt noch weiß und blau?" Kathrin Spatz Ettringen

Nicht erwähnt

Zum MZ-Bericht „Arbeitsplätze gehen in die Luft" vom 4. Mai:
„Kompliment! Die Mindelheimer Zeitung ist immer voll am Ball.
Mit ausführlichem Text und Bildern wurde über die Luftballonaktion von Lang Papier Bericht erstattet. Leider blieb es nur bei der Berichterstattung. Schade, dass wieder nicht sauber recherchiert wurde. Nicht die Bürgerinitiative 'Gesundes Wertachtal' steckt hinter dem Bürgerbegehren, sondern die Interessengemeinschaft 'Aktive Unterstützer Bürgerbegehren Ettringen'. Somit wurde auch nicht von Außen der Bürgerentscheid hereingetragen. Übrigens weit über 800 mündige Bürger der Gemeinde Ettringen unterschrieben das Bürgerbegehren. 251 mündige Bürger hätten schon ausgereicht.
Nicht in kürzester Zeit wird die Papiermaschine 3 bei Lang geschlossen, sie steht jetzt schon seit Längerem häufig.
Interessant wäre auch gewesen, dass diese Versammlung laut Polizei und Bürgermeister illegal war, nur das 'Infomobil' war genehmigt. Wieder ein Managementfehler der Firmenführung? Schade, dass auch dies nicht erwähnt wurde. Jürgen Weber Langerringen

Umweltverschmutzung betrifft alle

Zum MZ-Bericht „Arbeitsplätze gehen in die Luft" vorn 4. Mai:
„Bei allem Respekt und Verständnis für die betroffenen Mitarbeiter/innen der Firma Lang Papier möchte ich diese jedoch auch an ihre Verantwortung der Gesundheit für sie selbst und deren Kinder erinnern. Selbst wenn durch die Müllverbrennungsanlage die Arbeitsplätze als gesichert erscheinen, betrifft die damit verbundene Umweltverschmutzung (17. BlmSchV Grenzwerte) auch die Mitarbeiter und deren Familien selbst. Die Frage ist dann: Wie kann ein kranker Mitarbeiter seine Familie noch versorgen?
Durch meine Tätigkeit als Stoffwechseltrainerin habe ich tagtäglich mit Menschen zu tun, die durch Umweltgifte erkrankt sind und nicht mehr arbeitsfähig sind. Ziel jedes Arbeitgebers sollte es sein, Arbeitsplätze zu sichern, jedoch nicht auf Kosten der Gesundheit der Mitarbeiter und deren Angehörigen oder sogar einer ganzen Region.
Als praktizierende Christin möchte ich an alle appellieren, eine gemeinsame Lösung zu suchen, damit nach bestem Wissen und Gewissen Gottes wunderbare Schöpfung bewahrt werden kann." Regina Hartweg, Wiedergeltingen

Missachtung

Zum MZ-Bericht „Arbeitsplätze gehen in die Luft" vorn 4. Mai:
„Geschickt lenkt die Firmenleitung von Lang Papier die Diskussion in Richtung Arbeitsplätze und Standortsicherung und hat keine Skrupel, die Existenzängste ihrer Mitarbeiter für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
Die eigentliche Frage ist aber, warum ein Konzern, der über Jahre hinweg hohe Gewinne vom Standort Ettringen abgeschöpft hat, in der Gesundheitsregion Unterallgäu 408 000 Tonnen Abfälle (40 Prozent davon über Hunderte von Kilometern antransportiert!) verbrennen will und dann nicht einmal bereit ist, in eine moderne Filtertechnik zu investieren, mit der ein Großteil der Schadstoffe vermieden werden könnte.
Auch das aktuelle, von der Gemeinde Ettringen in Auftrag gegebene bifa-Gutachen bestätigt, dass bei den Krebs erzeugenden Stoffen, wie Arsen, Cadmium und Chrom, schon im Regelbetrieb und nur rein rechnerisch ermittelt, die Grenzwerte der 17. BImSchV (die sich auf den technischen Stand von 1990 beziehen!) voll ausgeschöpft werden. Vergessen sollte man dabei nicht, dass sich die Grenzwerte auf den Kubikmeter Abluft beziehen und nicht auf die Gesamtmenge, die hier pro Stunde den Kamin der dann immerhin drittgrößten Abfallverbrennungsanlage Bayerns verlassen wird.
Wer an verantwortlicher Stelle die Planungen in der jetzigen Form gutheißt oder sogar für ihre Durchsetzung Druck ausübt, missachtet die Ansprüche der kommenden Generationen auf eine lebenswerte Umwelt."
Juliane Bopp-Herbold, Hiltenfingen


29.04.09 Der Ton wird gereizter

Ettringen Am 7. Juni, zusammen mit der Europawahl, wird in Ettringen der Bürgerentscheid zum Bebauungsplan „Heizkraftwerk Firma Lang“ stattfinden....»weiter»


Landluft schärft Verstand

Zum MZ-Bericht in Gersthofen 32 Einwendungen, in Ettringen 10000" vorn 24. April:
In Gersthofen wurde die Bevölkerung nur übergangen. Ein solcher Versuch wurde auch in Ettringen gestartet – doch scheiterte dies an der Wachsamkeit der Bürger. Landrat Weirather distanzierte sich letztes Jahr in seiner Stellungnahme bei der Großdemonstration in Mindelheim von der Verbrennung von Klärschlamm – und jetzt?
Hat denn das dort angekündigte Gespräch diesbezüglich mit den Verantwortlichen der Firma Lang stattgefunden? Wenn ja, mit welchem Ergebnis? Auch sollten die Bürger auf die Problematik aufmerksam gemacht werden, dass der Betreiber und Entsorger der benötigten Ersatzbrennstoffe die gleiche Firma sein soll. Als mögliche Betreiber wurde im Mai letzten Jahres die Firma B+T Umwelt genannt. Dies würde bedeuten, dass dieses Unternehmen sich selbst kontrolliert. Kann dadurch tatsächlich die viel gepriesene Qualitätsicherung gewährleistet werden? Brigitte Waldstein Ettringen

 

Enttäuscht von den Vereinsvorsitzenden

Zum MZ-Bericht „Ziehen Sie das Bürgerbegehren zurück" vom 11. April:
Im veröffentlichten Offenen Brief 'aller 27 Vereinsvorstände' wird es so dargestellt, als hätten die Initiatoren des Ettringer Bürgerbegehrens nicht das Wohl der Bürger im Sinn.
Ich denke, es verzerrt die Tatsachen, wenn man die Sorge um die Gesundheit der Menschen und um das Ortsbild der betroffenen Gemeinde als weniger beachtenswert als die Interessen eines Konzerns einstuft.
Besonders überrascht mich aber die Begründung der Initiatoren des Briefes: Lang sei den Forderungen, der BI entgegengekommen und sei nicht mehr bereit, weitere Zugeständnisse zu machen – soll deshalb den Bürgern ihr Recht auf Einflussnahme abgesprochen werden?
Von Entgegenkommen der Firma Lang kann leider nicht die Rede sein, vielmehr wird nach wie vor viel Geld für PR-Arbeit in die Hand genommen, um das im Grunde unveränderte alte Konzept schönzuschreiben.
Es enttäuscht mich, wie Vorstände von Sportvereinen, die über die Förderung des Breitensports die Gesundheit der Bürger im Auge haben sollten, ein solches Schreiben unterzeichnen konnten. Damit tragen sie zum Unfrieden in ihrem Ort bei, grenzen sie doch die über 800 Bürger mit ihrem Aufruf zur Zurücknahme des Bürgerbegehrens aus.
Den betroffenen Bürgern der Gemeinde Langerringen und ihrer Ortsteile ist dieses Instrument der Einflussnahme leider verwehrt, sonst wäre mit Sicherheit auch bei uns bereits ein entsprechendes Bürgerbegehren initiiert worden.
Ich wünsche mir, dass Lang-Papier, wie es auch kürzlich Müller-Milch in Leppersdorf (Sachsen) getan hat, umdenkt und eine umweltfreundliche Lösung zur Energieversorgung einschlägt." Eugen Mayer Langerringen

Nicht zurückziehen!

Zum MZ-Bericht „Ziehen Sie das Bürgerbegehren zurück" vom 11. April:
„Welch anmaßendes Verhalten zeigen doch so einige Vereinsvorstände in Ettringen, Siebnach und Traunried, die eigenmächtig, ohne Rücksprache mit der Vorstandschaft und den Vereinsmitgliedern, über das Wohl und die Gesundheit der Ettringer Bürger sowie der Bürger der angrenzenden Gemeinden hinweg entscheiden. Man kann es auch als 'Amtsmissbrauch' bezeichnen.
Glücklicherweise gibt es noch mehrere Vereine vor Ort, die sich nicht gedankenlos dieser, in meinen Augen, sehr fragwürdigen Aktion angeschlossen haben und dafür sorgen, dass zumindest im Vereinsleben weiterhin ein friedliches Zusammenkommen beider Seiten möglich ist.
Partei zu ergreifen oder gar Personen, die eine andere Meinung vertreten, auszugrenzen, ist der falsche Weg und trägt sicherlich nicht zu einem friedlichen Miteinander bei.
Fakt ist, dass die Firma Lang eine Alternative in Form eines Gaskraftwerkes zur thermischen Verwertung hätte. Zu unserer Gesunderhaltung im Falle der Erstellung der Anlage gibt es jedoch für uns und unsere Kinder keine Alternativen! Um das Bürgerbegehren außer Kraft zu setzen, könnte die Firma Lang immer noch den Weg des Gaskraftwerkes wählen.
Sicher sind Auseinandersetzungen nicht zu vermeiden, jedoch müssen Fairness und freie Meinungsvertretung im Vordergrund stehen.
Auf keinen Fall darf das Bürgerbegehren zurückgezogen werden, da wir die Demokratie und das Vertrauen der Bürger sonst verlieren würden. Bitte entscheiden Sie mit Ihrem Menschenverstand, für eine gesunde Zukunft in der Region!" Ingrid Brunnenmeier Ettringen


 

Geplantes Heizkraftwerk spaltet ein Dorf
22.04.2009 07:06 Uhr

Ettringen (dpa/lby) - In Ettringen im Unterallgäu wird in diesem Jahr kein Maibaum aufgestellt. Als Protest gegen die Spaltung der Dorfgemeinschaft hat sich der örtliche Trachtenverein gegen diesen Brauch entschieden, der alljährlich mit einem großen Fest verbunden ist...»weiter»

 

 

20.04.09 Vier Live-Bands treten auf
Bands rocken gegen das Heizkraftwerk


Der Parkplatz draußen vor der Sporthalle in Lagerlechfeld war voll und drinnen in der Halle wurde es zunehmend enger. Bis vor die Bühne drängten sich die Fans, um die vier Live-Bands zu erleben. Die Musiker kommen aus der Region - und spielten ohne Gage zugunsten des Umweltschutzes in der Region. Von Sonja Carlsson...»weiter»

 


Fakten statt Maibaum!


„Der Trachtenverein „D'Wertachtaler" will wegen des Müllheizkraftwerkes der Fa. Lang in Ettringen keinen Maibaum aufstellen, mahnt Sachlichkeit und haltbare Fakten an. Recht so!
1) Die Fa. Lang Papier will Klärschlamm zusammen mit EBS (= sortierter Müll) verbrennen, weil sie billig Energie erzeugen will. Sie will weder abfallrechtliche Genehmigung noch ROV. Betroffene Bürger fordern zurecht eine gute, keine billige Rauchgasreinigung. Der Bürgerentscheid ist also Folge, nicht Ursache von Problemen.

2) Unbestritten stößt die Natur heute an Grenzen ihrer Belastbarkeit. Art. 141, Bayer. Verf.: „der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist, auch eingedenk der Verantwortung für die kommenden Generationen, der besonderen Fürsorge jedes Einzelnen und der staatlichen Gemeinschaft anvertraut. Es gehört zu den vorrangigen Aufgaben ... auf möglichst sparsamen Umgang mit Energie zu achten." Dem entspricht weder die geplante Rauchgasreinigung noch die EBS-Verbrennung. Es gäbe machbare Alternativen, z.B. ein gasbetriebenes GuD-Kraftwerk wie in Plattling.

3) Sachlich sollten alle sein, auch Herr Schmid oder Werkleiter Dr. Krauthaut! Angst um Arbeitsplätze und Standort zu schüren ist nicht dienlich. Das legitime Rechtsmittel Bürgerentscheid zum Bebauungsplan einen winkeladvokatischen Schachzug nennen, ist unsachlich."
Gernot Hartwig Sprecher des „Landesarbeitskreises Abfall" im "Bund Naturschutz in Bayern"

Keine Garantien

Zum MZ-Bericht „Ziehen Sie das Bürgerbegehren zurück" vom 11. April:

„Bisher bin ich davon ausgegangen, dass sich Vereinsvorstände um die Belange ihres Vereines zu kümmern haben. Es ist nicht Aufgabe der Vereinsvorstände, politischen Druck auszuüben. Außerdem nehmen sie billigend in Kauf, den gesamten Verein zu ihrem Zweck zu vereinnahmen.
Ein Bürgerbegehren ist ein Grundrecht, das dazu dient, eine demokratische Entscheidung herbeizuführen.
Die Papierfabrik Lang braucht eine Müllverbrennung, dies ist allen klar. Die Größenordnung der Anlage und die Art des Brennofens, besonders veraltete Filtertechnik, sind das bestehende Problem. Das bifa-Institut hatte leider nur den Auftrag von der Gemeinde, die von der Firma Lang beantragte Anlage zu testen. Es besteht also keine Alternative zur Meinungsbildung und das Misstrauen gegen dieses Vorhaben konnte deshalb nicht ausgeräumt werden.
Die Grenzwerte des Schadstoffausstoßes, die vom Bundesumweltministerium vorgegeben werden, sind sicher sehr industriefreundlich gehalten. In diesen Gremien sitzen meist Nichtfachkräfte oder mit Firmen verbundene Entscheidungsträger. Die angeblich niedrigeren Grenzwerte des Heizkraftwerkes werden vertraglich nicht garantiert und sind somit unglaubwürdig. Man versucht damit, rosarote Brillen zu verteilen.
Das einzige Argument der Papierfabrik Lang scheint die Arbeitsplatzkeule zu sein. Wer garantiert vertraglich, dass die Arbeitsplätze der Papierfabrik erhalten bleiben, wenn das Heizkraftwerk läuft? Es kann auch mit Müll aus ganz Europa rentabel brennen." Anna Brenner Ettringen

Lang selbst gefährdet die Arbeitsplätze

Zum MZ-Bericht jetzt gehen die Lang-Mitarbeiter in die Offensive" vom 4. April:

„Woher nehmen die Beschäftigten bei Lang die Gewissheit, dass ihr Engagement für die geplante Müllverbrennungsanlage auch belohnt wird? Besitzen sie von der Firmenleitung eine Arbeitsplatzgarantie für den Fall der Errichtung des sogenannten Heizkraftwerks? Könnte es sein, dass sie missbraucht werden? Jetzt für den Bau des geplanten Heizwerkes, später bei der Frage einer möglichen Erweiterung des Papierwerkes? Wird dann mit einer Werkschließung gedroht, wenn die Allgemeinheit nicht bereit ist, die Beseitigung der bestehenden Mülldeponie für eine mögliche Expansion mitzufmanzieren?
Und: Sind es nicht die Firma Lang und der Myllykoski-Konzern selbst, welche die Arbeitsplätze ihrer Ettringer Beschäftigten gefährden, indem sie sich standhaft weigern, eine verbesserte Filteranlage in ihre Bauplanung mit aufzunehmen?
Täten sie dies, gäbe es keine Bürgerinitiative gegen das Heizkraftwerk und auch keinen Bürgerentscheid darüber. Und die Beschäftigten bei Lang müssten keine Angst um ihre Arbeitsplätze haben." Josef Gegenfurtner Schwabmünchen


Konzert in Lagerlechfeld
Rocken für ein gesundes Wertachtal

Sie haben alle Hebel in Bewegung gesetzt: Mit Demonstrationen, Kundgebungen und einem Bürgerbegehren kämpft die Initiative „Gesundes Wertachtal“ gegen das geplante Heizkraftwerk in Ettringen. Jetzt wird der Widerstand der Bürger musikalisch...»weiter»



Papierstandort sichern!


Zum MZ-Bericht „Deutliche Worte von der Firma" vom 9. April:
„Der Widerstand richtet sich nicht gegen die Papierfabrik Lang und deren Heizkraftwerk.
Sondern dagegen, dass die Firma Lang meint, ihre Brennstoffe auch aus dem Lager der Müll verarbeitenden Industrie beziehen zu müssen.
Firmen aus diesem Segment genießen bei vielen Mitbürgern das gleiche Vertrauen wie Investmentbanken und Cross-Border-Leasing Anbieter." Dipl.Phys. Heinz Steil Universität Ulm


08.04.09 Ettringen verzichtet auf Ratsbegehren

Ettringen Einstimmig folgte der Gemeinderat Ettringen der Empfehlung des Bauausschusses und lehnte ein Ratsbegehren ab. Wie berichtet, soll am 7. Juni ein von den Kraftwerksgegnern initiierter Bürgerentscheid stattfinden, in dem es um die ...»weiter»


Gemeinsam antreten


Zu den Berichten über das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang Papier:
Die Diskussion um dieses Heizkraftwerk lässt sich letztlich auf die eine Frage reduzieren: Werden denn nun die Schadstoffe aus diesen Schornsteinen gesundheitsschädlich sein oder nicht? Da kann man freilich geteilter Meinung sein, auch die Experten sind dies — und welchem von ihnen glauben wir? Das sollte aber nicht Anlass sein, uns in zwei verfeindete Lager zu teilen! Was uns verbindet und der Grund unseres Handelns ist, ist schlichtweg die Angst. Die Angst um Arbeitsplatz und Wohlstand einerseits und andererseits die Angst vor verschiedensten Krankheiten wie z. B. dem Krebs, der durch unsere Reihen geht. Wir brauchen nicht noch einen Risikofaktor dafür mehr, denn überhaupt niemand weiß, ob diese Abgase (gerade auch im Störfall) nicht doch schädlich sind. Krebszellen etwa halten sich nicht an sogenannte „Grenzwerte".
Wir sollten uns zusammentun und bei Myllykoski anfragen, ob seine Bilanzen wirklich so schlecht sind, dass es nur mit Verbrennung des europäischen Mülls aus ganz Europa weitergehen kann oder ob es doch nur um noch mehr Gewinne geht, die zu unseren und unserer Kinder Lasten eingescheffelt werden. Wir sollten uns zusammentun gegen ein System aus Geld und Macht, das uns versklavt und abhängig macht, zusammentun gegen Myllykoski und alle Mächtigen darin, die uns nun mit der Schließung des Werkes erpressen. Dagegen müssen wir antreten — gemeinsam! Nicht gegen die Menschen nebenan, die sich für die Gesundheit aller oder für den Erhalt ihres Arbeitsplatzes einsetzen. Irmgard Schorer, Türkheim


04.04.09 Klarstellungen der BI

Die BI befürwortet das Vorhaben eines Bürgerbegehrens bezüglich des geplanten Heizkraftwerks der Firma Lang Papier in Ettringen grundsätzlich, ist jedoch nicht der aktive Initiator der Durchführung und Beeinflussung der zum Votum aufgerufenen Mitbürger...»weiter»

01.04.2009 Ein Elefant marschiert durch Ettringen

Ettringen Einstimmig entschied der Gemeinderat Ettringen, das beantragte Bürgerbegehren zum Bebauungsplan Heizkraftwerk der Firma Lang (siehe weiteren Bericht auf dieser Seite) zuzulassen. Damit ist der Weg frei für einen Bürgerentscheid...»weiter»

01.04.2009 Boden, Luft und Wasser heißt es zu schützen

Bad Wörishofen Für eine präventive Lösung mit geringstmöglichen Immissionswerten sprach sich der Bad Wörishofer Stadtrat bezüglich des neuen, geplanten Heizkraftwerkes in Ettringen aus. Dem Leitbild des Bürgerbeteiligungsprozesses „Wir für uns“ folgend, setzt die Stadt auf den Erhalt eines intakten, natürlichen Lebensraumes und den verantwortungsvollen Umgang mit den Schutzgütern „Boden, Luft, Wasser“.

....Als „teilweise katastrophal“ bezeichnete Stadtrat Dr. Claus Thiessen von der FDP die Aussagen im bifa-Gutachten. „Ich hoffe, dass der Landrat nicht dieses Umweltinstitut beauftragt,“ so Thiessen....»den ganzen Artikel lesen»

 


Sorglose Gutachter

Zum MZ-Bericht „Bohrende Fragen, gründliche Antworten" vom 25. März:
„Ich kann mir vorstellen, dass es für einen Berichterstatter immer schwierig ist, sich mit dem Inhaltlichen einer Veranstaltung auseinanderzusetzen, noch dazu, wenn ein Gutachten in dem Fall von bifa-Umweltinstitut vorgestellt wird. Trotzdem finde ich es sehr schade, dass wesentliche Inhalte des Gutachtens und der Diskussion bei der Berichterstattung unter den Tisch gefallen sind.
Mindestens hätte unbedingt die Sorglosigkeit der Gutachter beim Thema der Qualitätskontrolle des zu verbrennenden Abfalls Erwähnung finden müssen. Laut Aussagen der Gutachter muss hier nur genügend Vertrauen den Abfallentsorger entgegen gebracht werden. Problem dabei nur, der geschredderte Abfall im Bunker bei Lang gibt nicht mehr her, von wem ein überbelasteter Müll hineingeschmissen wurde. Ebenso werden es die Emissionen nicht erkennen lassen von wem diese sind. Aber bekanntlich ist Kontrolle besser als Vertrauen. Sanktionsmaßnahmen daher unmöglich.
Auch die erwähnten Bedenken bezüglich Unabhängigkeit des bifa-Instituts sind nachvollziehbar. Ist nicht doch die mit der Firma Lang in Kontakt stehende Rechtsanwältin Dr. jur. Andrea Versteyl im Beirat des Bifa-Umweltinstituts? Wurden und werden von der bifa nicht für die Papier- und für Müllverbrennungsindustrie viele Gutachten gemacht? Wie sind Sie, Herr Bürgermeister Sturm, auf das bifaUmweltinstitut zur Begutachtung gekommen? Leider ließ Bürgermeister Sturm auch die Frage offen, warum diese Info-Veranstaltung erst nach Ende des Einwendungstermines stattfand. Ich finde die Überschrift „offene Fragen, offene Antworten" zu diesem Artikel hätte besser gepasst. Jürgen Weber Langerringen

Es gibt auch andere Gutachten

Zum MZ-Bericht „Bohrende Fragen, gründliche Antworten" vom 25. März:
„Nun haben wir es also schwarz auf weiß: Es ist ökologisch absolut sinnvoll, bei der Verbrennung von 408 000 Tonnen Müll 116 000 Tonnen Aschen, Schlacken und gefährliche Filterstäube übrig zu lassen und 400 bis 500 Kilometer per Lkw zur Deponie zu karren. Für 40 500 Tonnen sogar als Gefahrguttransport mit hohem Gefährdungspotential (so steht's in den Antragsunterlagen der Firma Lang).
Dann soll die Verbrennung von Gas schädlicher sein als die Verbrennung von EBS. Wobei EBS ja ebenso wie Gas aus fossilen Stoffen besteht, aber zusätzlich die weiteren hinlänglich bekannten negativen Eigenschaften aufweist.
Wie die Gutachter des bifa-Umweltinstituts zu ihrem 'ökologischen' Schluss kamen, konnten oder wollten sie nicht darlegen. Ebenso gab es keine Antwort auf die Frage nach Möglichkeiten der Verbesserung der Filteranlage.
Dass die geplante Anlage die fragwürdigen, weil 20 Jahre alten Grenzwerte der 17. BimSch erfüllt (wie vom bifa dargelegt) wussten wir schon vorher. Dafür wäre kein weiteres, wiederum mit Steuergeldern finanziertes Gutachten, beauftragt durch die Gemeinde Ettringen, nötig gewesen.
Es bleibt den Ettringer Räten und ihrem Bürgermeister zu wünschen, auch die von der Bürgerinitiative eingeholten Experten-Gutachten in ihre Entscheidung einzubeziehen und gegeneinander mit gesundem Menschenverstand abzuwägen.
Es ist sicher wenig hilfreich, die Bürgermeister und Gemeinderäte der umliegenden Gemeinden in Bezug auf die gemeindlichen Einwendungen als 'ungenügend informiert' und 'aus dem hohlen Bauch heraus entscheidend' zu bezeichnen (wie bei der Veranstaltung durch Bgm. Sturm geschehen).
Vielleicht nehmen diese ihre Verantwortung gegenüber, ihren Bürgern eben nur ernster." Augustin Klöck Grosskitzighofen

Hoffen auf Kompromisse

Zum MZ-Bericht „Krauthauf – Bürgerbegehren ist nur eine Verzögerungstaktik" vom 20. März:
" Traurig! Da scheinen tatsächlich `Köpfe' in Gefahr zu sein – vor allem der des General Managers!
Der Papierbranche geht es nicht gut – das wissen wir alle und dennoch müssen dem Management gravierende Fehler unterlaufen sein, wenn doch ein ganzes Unternehmen tatsächlich vom Bau einer derartigen Anlage untersten Standards abhängig zu sein scheint. Man betrachte Plattling, derselbe Konzern, die gleichen Voraussetzungen (sogar weniger wiederverwertbare Reststoffe als Ettringen laut öffentlichen Umweltberichten) – dort geht es auch anders! Aber wen wundert das schon in Zeiten wie diesen? Man siehe die aktuelle Bankenkrise!
Nur schade, dass meist die 'Kleinen' für die Fehler der 'Großen' bezahlen müssen. Ich möchte nun wirklich nicht in Dr. Krauthaufs Haut stecken! Immerhin soll hier neben den Arbeitern bei Lang Papier eine gesamte Region inklusive Existenzen derer, die von einer gesunden Umwelt und einer ansprechenden Wohngegend abhängig sind, wie z. B. Bauern, Handwerkern oder den Kurbetrieben im Kneipport Bad Wörishöfen, für diese Management-Fehler bezahlen. Zur Kur wird hier niemand mehr erscheinen und ökologischer Anbau wird seine Glaubwürdigkeit verlieren! Ganz zu schweigen von den Werteinbußen, die jeder Immobilienbesitzer in der Region hinnehmen muss und die gesundheitlichen Nachteile, die jeder Einzelne von uns für Jahrzehnte tragen muss!
Man kann nur hoffen, dass Kompromisse für beide Seiten gefunden werden!" Simone Deutschenbaur Ettringen


27.03.2009 Der Widerstand sitzt in Schwabmünchen

Schwabmünchen (monik) - Für die Bürgerinitiative Gesundes Wertachtal ist es ein „deutliches Nein der Region“: Rund 7400 Einwendungen gegen das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang in Ettringen sind in den vergangenen sechs Wochen beim Landratsamt im Unterallgäu eingegangen (wir berichteten). Ein Großteil davon kommt aus dem Raum Schwabmünchen. Genauer gesagt: 27 Prozent. So viele Schreiben hat das Team der Bürgerinitiative Schwabmünchen/Hiltenfingen gesammelt....»weiter»


Wem verpflichtet?

Zu den Berichten über das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang Papier in Ettringen:
„Kann denn eine Papierfabrik nur noch in Verbindung mit einer Müllverbrennungsanlage gewinnbringend betrieben werden? Dass mit Müll viel Geld gemacht werden kann, ist auch der Mafia bekannt. Müll von Neapel nach Ettringen, kein Problem.
In Deutschland hat man den Eindruck, die Konzerne wirken bei der Gesetzgebung mit. Richtwerte werden zu hoch angesetzt, Mensch und Natur bleiben auf der Strecke.
Bürgermeister, Gemeinderäte (außer Fr. Weber und H. Weh) und Landrat verschanzen sich hinter den Gesetzen und irgendwelchen Studien. Sogar Landwirte stimmen für das Müllheizwerk. Haben unsere Politiker ihren Eid zum Wohle des Volkes oder zum Wohle der Konzerne geschworen?" Toni Müller Siebnach

Bermudadreieck des Mülls

Zum MZ-Bericht „Krauthof: Bürgerbegehren ist nur eine Verzögerungstatik" vom 20. März:
In meinen Augen ist das Bürgerbegehren keine Verzögerungstaktik, so wie es uns Herr Krauthof nahebringen möchte. Es ist die Angst um Gesundheit, Hab und Gut, die dieses Bürgerbegehren auf den - Weg gebracht hat.
Wenn diese Anlage so überlebenswichtig für die Firma Lang ist, dann verstehe ich nicht, dass nicht schon im vornherein diese Anlage mit moderner Filtertechnik ausgerüstet wird, um die Bevölkerung zu schützen. Wenn Herr Krauthof sagt: 'Da spielt Geld eher eine untergeordnete Rolle, für einen zusätzlichen Wäscher', wieso wird dann nicht in eine mehrstufige Filteranlage investiert, so zum Beispiel in Bielefeld oder vergleichbaren Anlagen. Diese hat eine achtstufige Filteranlage, bestehend aus Elektrofilter, einer zweistufigen Rauchgasnasswäsche, einer Entstickungsanlage (SCR-Technik) sowie einem Aktivkohlefilter und nicht wie bis jetzt geplant, einen einstufigen Gewebefilter. Mit diesen zusätzlichen Maßnahmen würden doch viele Bürger in Zukunft wieder besser schlafen und unbesorgt durchatmen. Doch stattdessen wird hier in Kauf genommen, dass ein schwäbisches Bermudadreieck des Mülls entsteht (Augsburg, Ettringen und Weißenhorn)." Peter Thanheiser Helchenried


Bohrende Fragen, gründliche Antworten

Ettringen | Dicht an dicht saßen die über 250 Besucher in der Ettringer Turnhalle...

...Farblich dominiert war die Veranstaltung vom Blau der Blousons, mit denen sich die Träger als Lang-Mitarbeiter ausweisen. Obwohl zahlenmäßig stark vertreten, äußerten sie sich in der Diskussion kaum... »zum Bericht der MZ»

 


Geschäft mit Papier statt Müll

Zu den MZ-Berichten Gemeinderat erteilt baurechtliches Einvernehmen zum Lang-Projekt" vom 18. März und „Lang Papier verteilt Newsletter an Haushalte" vom 17. März:
„Gemeinderat Plukas hat gemäß dem Bericht an die einstimmige Verabschiedung des damaligen ersten Bebauungsplans im Februar 2008 erinnert. Dies ist zwar richtig, aber nur die halbe Wahrheit.
Die Unternehmensleitung hatte mir einen Tag vor der Abstimmung versichert, dass man alles dafür tun werde, die Höhe des Gebäudes auf etwa 40 Meter zu begrenzen. In der öffentlichen Sitzung habe ich von diesem Gespräch berichtet und mit Vertrauen auf diese Aussage den damaligen Beschluss mitgetragen. Dieses Vertrauen war ganz offensichtlich unbegründet: Die Höhe wurde von 50 Metern lediglich auf 47,4 Meter verringert.
Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Aussagen der Lang Papier sind nicht nur deshalb angebracht, sie werden aktuell durch den verteilten Newsletter bestätigt. Neu an den Aussagen in diesem Werbeblatt ist höchstens der blanke Zynismus, mit dem die berechtigte Sorge der Eigenheimbesitzer vor einem Wertverlust ihrer Immobilien weggewischt wird.
Sind die Wertminderungen ein bloßer, akzeptabler Nebeneffekt für das Unternehmen, das ja durch das Verheizen von Müll mit einem guten Geschäft rechnen kann, da es für die Folgekosten der Allgemeinheit nicht aufkommen muss?
Die Argumentation von Lang Papier ist geradezu grotesk und so offensichtlich darauf ausgerichtet, die Müllverbrennungs-Gegner zu verunglimpfen, dass wirklich niemand darauf hereinfallen kann. Liebe Firma Lang: Wenn sich Käufer heute von ein paar Schildern abschrecken lassen, wie werden sie wohl später auf ein kirchturmhohes, permanent Schadstoffe verbreitendes Kraftwerk reagieren? Letzteres schreckt ab, nicht der Widerstand dagegen!
Es bleibt zu hoffen, dass sich Lang Papier durch die zahlreichen und konstruktiven Argumente doch noch überzeugen lässt, weiterhin Geschäft mit Papier und nicht mit Müll- und Klärschlammentsorgung zu machen." Richard Nicka - Ettringen


 

Einwendungen: Noch keine Zahl
20.03.2009 04:41 Uhr

Ettringen/Mindelheim (it) - Gestern Nacht endete die Frist für Einwendungen gegen das geplante Heizkraftwerk der Papierfabrik Lang in Ettringen. Waschkörbeweise wurden sie am gestrigen Donnerstag noch „auf den letzten Drücker“ ins Landratsamt geschleppt.Wie viele Einwendungen gegen das Projekt eingegangen sind, das kann das Landratsamt nach eigenen Angaben aber erst mitteilen, wenn auch die Einwendungen vorliegen, die gestern noch bei den Gemeinden eingegangen sind.

Dies soll bis Mitte nächster Woche der Fall sein. Die Höhe der Einwendungen könnte dann bis spätestens Ende kommender Woche vorliegen.


Gesundheitsvorsorge oder Gewinnmaximierung

Zu den Berichten über das geplante Heizkraftwerk in Ettringen:
„Sollte hier eine Müllverbrennungsanlage mit Energie-Rückgewinnung unter dem Namen 'Heizkraftwerk' genehmigt werden, stellt sich die Frage, hat der Reiche das Gesetz im Geldbeutel?
Legt vergleichsweise ein Landwirt einen Eingabeplan für einen zweiten Stall zu seinem bestehenden Kuhstall vor, die Prüfung ergibt jedoch, dass er zur Einkommensergänzung einen Saustall bauen will, würde – je kleiner der Antragsteller, umso hackmesserischer – geprüft. Es würde die bisherige Emission und die zusätzliche, vom Saustall ausgehende, ermittelt.
Die in Ettringen geplante Betriebserweiterung stinkt nicht wie ein Saustall, erzeugt jedoch viel gefährlichere gesundheitsschädigende Abgase in viel höherer Konzentration, wie z. B. die Müllverbrennungsanlage in Augsburg.
Da die in der Umgebung bereits bestehenden Müllverbrennungsanlagen schon jetzt zu wenig Müll bei sinkender Tendenz haben, ist Raumordnung angezeigt. Hier ist die Gesundheit der Bürger gegen Gewinnmaximierung abzuwägen." Rudolf Müller Türkheim

Einiges verändert sich

Zum MZ-Bericht „Lang Papier verteilt Newsletter an Haushalte" vom 16. März:
„Ich stimme der Firma Lang nicht in allen Punkten in ihrem Newsletter zu. Aussagen oder Versprechungen, die gemacht wurden über den Brennstoffmix, sind rechtlich nicht verbindlich. Sollte die Firma Lang dagegen verstoßen, kann sie niemand dafür in die Pflicht nehmen oder zur Rechenschaft ziehen.
Man kann auch niemandem übel nehmen, dass er nicht bereit ist, für eine Immobilie den vollen Preis zu zahlen, wenn diese im Einzugsgebiet dieser Anlage liegt. Da diese nicht mit modernen, dem Stand der Zeit entsprechenden Filteranlagen ausgerüstet wird.
Ich stimme aber der Aussage zu, das sie mit dieser Filteranlage die gesetzlichen Bestimmungen erfüllen. Das sollte aber nicht schwer fallen, da diese schon bald zwei Jahrzehnte alt sind, mit kleinen Nachbesserungen, die hier und da gemacht wurden.
Was ich allerdings als ein Unding betrachte ist, dass hier Beeinträchtigungen der Gesundheit von Menschen bewusst in Kauf genommen werden und seien sie auch noch so gering. Ich beziehe mich auf den Satz-. 'Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit ... als gering zu betrachten'. Ich frage mich dann, was ist gering ? Dass in ein paar Jahren vielleicht vermehrt Allergien auftreten oder schlimmere Beeinträchtigungen. Folgen, die noch niemand absehen kann.
Sollte diese Anlage, so wie sich der Betreiber es vorstellt, gebaut werden, wird sich auf lange Zeit hier in dieser Region einiges verändern, zum Guten oder Schlechten."
Peter Thanheiser Helchenried


19.03.09 Einwände der Gemeinde Ettringen
(emf) - Der Gemeinderat Ettringen hat dem Bauantrag von Lang Papier auf das neue Heizkraftwerk, wie berichtet, grundsätzlich zugestimmt.....»weiter»

18.03.09 Heizkraftwerk: Jetzt treten die Gemeinden geschlossen auf
Acht Gemeinden machen gemeinsam mobil gegen das geplante Heizkraftwerk der Papierfabrik Lang in Ettringen. Hiltenfingen, Hurlach, Igling, Lamerdingen, Langerringen, Obermeitingen, Amberg und Wiedergeltingen haben nun Einwände gegen die Verbrennungsanlage eingelegt und Stellung bezogen. Die acht Gemeinden sind im Verbund „Integrierte Ländliche Entwicklung zwischen Lech und Wertach“ (ILE) zusammengeschlossen....»weiter»

18.03.09 Gemeinderat erteilt baurechtliches Einvernehmen zum Lang-Projekt
Ettringen Im Mehrzweckraum der Schule, wo in der Regel die Sitzungen des Ettringer Gemeinderats stattfinden, war kaum mehr ein Durchkommen. Man hatte die Türen zum Foyer geöffnet und auch dort mehrere Stuhlreihen aufgestellt, um Platz für die ...»weiter»

18.03.09 Bad Wörishofen klinkt sich nicht aus Ettringen/Bad Wörishofen „Auch Bad Wörishofen demonstriert“: So war es am Wochenende bei der Großdemonstration gegen das geplante Heizkraftwerk in Ettringen auf einem Plakat zu lesen. Das Wort „Auch“ bezog sich dabei auf ...»weiter»

17.03.09 Bürgerinitiative macht weiter Druck
Gennach Am kommenden Donnerstag, 19. März, läuft die Frist für Einwendungen gegen das geplante Heizkraftwerk der Ettringer Firma Lang Papier ab. Bei einer der letzten Informationsveranstaltungen vor diesem Stichtag ließ die Bürgerinitiative ...»weiter»

17.03.09 «Bereits erheblich vorbelastet»
Papierfabrik - Lamerdingen l ie Gemeinde Lamerdingen hat jetzt ihre Einwendungen und Forderungen hinsichtlich der Erweiterung der Papierfabrik Lang in Ettringen an das Landratsamt Unterallgäu weitergeleitet. Der Gemeinderat hatte die Stellungnahme in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen...»weiter»

 

16.03.2009 „Möchte gesunde Luft atmen“
Ettringen Die vierjährige Jule stellte sich ganz oben auf den Berg. Nicht nur um Überblick zu haben, sondern um ihr Plakat zu zeigen: „Ich möchte gesunde Luft atmen!!!“ Dieser Satz zog sich wie ein roter Faden durch die Reden der Großdemonstration der Bürgerinitiative „Gesundes Wertachtal“ am Samstag vor den Toren der Firma Lang Papier in Ettringen...»weiter»

16.03.2009 Friedlich war es und laut
Ettringen Veranstaltungsleiter Eugen Mayer zog nach knapp zwei Stunden Bilanz: „Friedlich war es, aber auch laut.“ Dann rief er den rund 1000 Teilnehmern der Großdemonstration gegen das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang Papier zu:..»weiter»

16.03.2009 „Leute, lasst es bleiben, ihr wisst nicht, was auf euch zukommt!“
Ettringen Rund 180 Zuhörer - darunter eine ganze Reihe von Gemeinderatsmitgliedern sowie führende Mitarbeiter von Lang Papier - hatten sich Freitagabend im Saal des Gasthauses Rauch in Ettringen eingefunden, um zu hören, was ein Experte des Bund ...»weiter»

16.03.2009 Bürgerbegehren würde Lang-Projekt verzögern
Ettringen (emf) - Die Bürgerinitiative „Gesundes Wertachtal“ hat, wie berichtet, am Freitag eine Liste mit 838 Unterschriften an den Bürgermeister der Gemeinde Ettringen übergeben, um damit ein Bürgerbegehren in die Wege zu leiten...»weiter»

 


 

Die Leidtragenden

Zu den MZ-Berichten über das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang Papier in Ettringen:
„Ein Teil der Bevölkerung im nördlichsten Landkreis (im Bereich von ca. 20 Kilometern) gehört mit Sicherheit zu den Leidtragenden.
Ist es nicht die Aufgabe unserer gewählten Politiker, mit allen Mitteln die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten? Oder möchte die Stadt Bad Wörishofen mit acht bis zehn Prozent der Windrichtung nicht mitspielen, denn auch Kurgäste lesen Zeitung und es ist schon 5 vor 12!
Oder glaubt der Bürgermeister, die 19 000 Lkw-Fahrer pro Jahr übernachten in Bad Wörishofen?
Was im schönen Wertachtal noch fehlt, wäre eine Wiederaufbereitungsanlage für atomare Brennstäbe!
Feigheit ist das Gegenteil von Flagge zeigen."
Vogel Simon, Lamerdingen Baur Franz, Amberg Klaus Georg, Markt Wald

„Mi hauts da einfach um!”

Zu den MZ-Berichten über das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang Papier in Ettringen:
„So viel Müll wird etwa aus 450 Kilometern angekarrt und ca. 408 000 Tonnen im Jahr werden in Ettringen verbrannt. Können wir und die zukünftigen Kinder die hier erzeugten Lebensmittel noch essen oder müssen diese dann auch von so weit her geliefert werden?
Werden das Trinkwasser, die Pflanzen, die Atemluft und die Tiere noch qualitativ sein? Ist der Ersatzbrennstoff etwas anderes als nicht sortierter Müll?
Die Angst um die Arbeitsplätze der Beschäftigten teile ich auch. Aber was ist mit deren Gesundheit und die ihrer Kinder? Da reicht der tägliche Schock, verursacht durch Politiker, Banker und Manager, um mein Vertrauen in Frage zu stellen. Meine Einwände dazu werde ich fristgerecht bis 16. März beim Landratsamt Mindelheim einreichen." Josef Scharpf Türkheim

Politik muss eingreifen

Zu den Berichten über das geplante Heizkraftwerk in Ettringen:
„Die Firma Lang plant die drittgrößte Abfallverbrennungsanlage in Bayern. Von einem Heizkraftwerk kann keine Rede sein.
Schließlich sollen dort pro Jahr 408 000 Tonnen Müll- und Klärschlamm aus ganz Europa verbrannt werden. Der Myllykoski-Konzern macht in Ettringen ein Riesengeschäft, bekommt er doch kostenlose Energie und kassiert zusätzlich die Einnahmen aus der Müllverbrennung. Die Region Unterallgäu wird zum Zentrum der Müllverbrennung. Gut für die Firma Lang, verheerend aber für die Urlaubsregion Unterallgäu und den Kurort Bad Wörishofen.
Weil die Firma Lang nur die minimalste Lösung der Rauchgasreinigung geplant hat – den Einbau einer einstufigen Gewebsfilteranlage (8 Reinigungsstufen wären möglich), – bekommen die Orte Mindelheim, Bad Wörishofen, Schwabmünchen, Türkheim und Buchloe gewaltige Mengen an Feinstaub ab. Da dieser mit giftigen Schwermetallen (Quecksilber, Furane, Dioxine) behaftet ist, kann sich jeder ohne große Fantasie ausrechnen, dass damit das Projekt ,Urlaubs-und Kneippland Unterallgäu' endgültig gestorben ist. Wer will schon in einer Region Urlaub machen oder kuren, in der die Luft, der Boden und die Gewässer mit Schwermetallen vergiftet sind?
Ettringen ist nur 12 Kilometer von Bad Wörishofen entfernt. Wenn Allergien, Lungenerkrankungen, Asthma und Bronchitis um sich greifen, die Krebsrate steigt und durch Dioxin Missbildungen ansteigen, dann ist es längst zu spät. Dass auch ein anderer Weg möglich ist, zeigt der Konzern in Plattling, wo er für sein Werk Energie aus einer Kraft-/Wärmekopplung durch Erdgas bezieht. Es ist fünf vor zwölf Jetzt muss endlich die Politik reagieren und den Tanz auf dem Vulkan beenden."
Dr. med. Anton Meier Bad Wörishofen


14.03.2009 Pläne weisen Schwächen auf

Heizkraftwerk - Bürgerinitiative «Gesundes Wertachtal» informiert
Allgäu (bz) Lamerdingen/Großkitzighofen Geburtstagskekse von der Bürgerinitiative Lamerdingen-Kitzighofen gab es für die Besucher der beiden Informationsveranstaltungen in Großkitzighofen und Lamerdingen. Die Initiative wurde vor einem Jahr gegründet, um mit zu verhindern, dass in Ettringen eine der größten Müllverbrennungsanlagen Bayerns entsteht...»weiter»

14.03.09 Stadt bleibt bei Meinung zum Heizkraftwerk (mindelheimer-zeitung.de)

Bad Wörishofen (m.he) - Bürgermeister Klaus Holetschek hat das geplante Heizkraftwerk der Papierfabrik Lang in Ettringen bei der CSU-Ortsversammlung in Bad Wörishofen thematisiert. Der Stadtrat habe vor einem Jahr in öffentlicher Sitzung über das Projekt diskutiert, rief Holetschek in Erinnerung. Immer wieder werden ja Forderungen laut, Bad Wörishofen solle sich zu diesem Thema positionieren. Das habe man getan, signalisierte der Bürgermeister. „Wir wünschen uns optimalen Schutz für die Bürger, sind aber nicht Träger öffentlicher Belange in diesem Verfahren“, stellte Holetschek klar. Der Stadtrat hatte angeregt, Lang möge auf die Verbrennung von Abfällen und Klärschlamm so weit wie möglich verzichten.

12.03.2009 17:50 Uhr „Verunglimpfung in der Rolle des Besorgten“

Ettringen (pm) - Beim monatlichen Treffen der ödp Mindelheim-Unterallgäu wurde aus aktuellem Anlass auch intensiv über das Bauvorhaben der Papierfabrik Lang in Ettringen diskutiert...»weiter»

11.03.2009 20:20 Uhr Fünf Argumente gegen das Heizkraftwerk

Schwabmünchen (cako) - Die Stadt Schwabmünchen spricht sich weiterhin vehement gegen das geplante Heizkraftwerk der Papierfabrik Lang in Ettringen aus. Der Stadtrat fürchtet vor allem eine Belastung des Trinkwassers mit Schadstoffen....»weiter»

11.03.2009 18:05 Uhr Ohnmacht bremst Widerspruch nicht

Amberg (stn) - Das beherrschende Thema der Amberger Gemeinderatssitzung war der neu gefasste Antrag der Ettringer Papierfabrik Gebrüder Lang GmbH auf Errichtung eines Heizkraftwerkes, das mit einem Brennstoffmix aus eigenen Produktionsabfällen, Gas, Klärschlamm und sog. Ersatzbrennstoffen betrieben werden soll...»weiter»

 


 

Gemeinsamkeit
Zum MZ-Bericht „Mehr Zugeständnis verlangt" vom 7. März:

Der Zeitungsbericht spiegelt in keiner Form die Diskussion der Bauausschusssitzung in Türkheim wider. Alle Mitglieder versicherten parteiübergreifend, dass es in keiner Weise gegen die Firma Lang geht, aber dass die vorgelegten Antragsunterlagen nicht akzeptabel sind.
Desweiteren wurde Bürgermeister Bihler nicht „gebeten", sondern es wurde ein von allen Bauausschussmitgliedern einstimmiger Beschluss gefällt, dass Türkheim mehr Initiative ergreifen muss, möglichst viele Gemeinden in der VG und in der näheren Umgebung unseres Landkreises an einen gemeinsamen Tisch zu rufen, um zu versuchen, ein gemeinsames Zeichen zu setzen, dass wir mit dem jetzt Vorgelegten nicht einverstanden sind.
Ein weiteres Thema war die unzureichende Unterstützung unseres Landrates Weirather in dieser Sache. Dieser darf sich nicht hinter Gesetzbüchern verstecken, sondern muss auch kommunizieren, dass er die berechtigten Ängste seiner Bürger versteht und auch auf diese eingehen kann.
Martin Reifer Türkheim


06.03.2009 17:50 Uhr Mehr Zugeständnis verlangt
Türkheim (stn) - Der Bauausschuss des Marktrates nahm mit Blick auf die am 19. März endende Frist für Einwendungen eine Bewertung der Antragsunterlagen der Firma Lang Papier GmbH zur Errichtung eines neuen EBS-Kraftwerks vor...»weiter»

06.03.09 Lebhafte Diskussion über Heizkraftwerk
Bürgerinitiative Informationsabend in Buchloe über Pläne der Ettringer Firma Lang Papier
Allgäu (az) Buchloe l en l Obwohl mit rund 30 Gästen wenig Bürger zur Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative «Gesundes Wertachtal» gekommen waren, gab es eine lebhafte und lange Diskussion über das geplante Heizkraftwerk der Firma Lang Papier in Ettringen. So würde durch die Zumischung von Müll und Klärschlamm die drittgrößte Müllverbrennungsanlage in Bayern vor unserer Haustüre entstehen, so die Kernaussage der Initiative....»weiter»

04.03.2009 18:25 Uhr „Die Anlage ist der Bevölkerung nicht zuzumuten“
Türkheim (emf) - Rund 100 Interessierte waren zu der Informations-Veranstaltung gekommen, zu der die Bürgerinitiative „Gesundes Wertachtal“ (BI) in Türkheim eingeladen hatte, darunter auch einige Mitglieder des Marktgemeinderates...»weiter»


Öffentliche Veranstaltung als eine Chance nutzen
Zum MZ-Bericht „Experten stellen das Heizkraftwerk auf den Prüfstand" vom 28. Februar:

„In der Wochenendausgabe der MZ gab Herr Heinrich bekannt, dass tatsächlich keine Informationsveranstaltung der Firma Lang stattfinden wird, sondern leider wieder nur ein Newsletter verteilt wird. Aber Papier ist ja bekanntlich geduldig und gibt den besorgten Bürgern wieder keine Antworten auf Ihre Fragen! Meines Erachtens ein nicht gerade vertrauenerweckendes Verhalten der Firmenleitung.
Die Bürgerinitiative hat renommierte Fachleute zur Diskussion und Aufklärung eingeladen und die ca. 800 interessierten Besucher bestätigen, dass großer Informationsbedarf besteht! Diese Möglichkeit hätte auch die „dialogbereite" Firma Lang — wenn sie denn wollte!
Schon im letzten Jahr verließ Herr Dr. Krauthaut eine Veranstaltung, da er kritische Fragen leider nicht beantworten konnte. Auch Herr Heinrich wirkte bei der ersten Live-Übertragung des Bayerischen Rundfunks alles andere als glaubwürdig und wurde dementsprechend von der Bevölkerung „ausgebuht". Fehlen da vielleicht die überzeugenden Argumente?
Die Bürgerinitiative will Angst machen? Im Gegenteil, Herr Heinrich: Die Bürgerinitiative lässt neutrale Experten zu Wort kommen, die Fakten von sich geben, die Ihnen und der Firmenleitung sicher weniger gut gefallen.
Sie haben dieselben Möglichkeiten! Warum nehmen Sie diese nicht in Form einer öffentlichen Veranstaltung wahr, anstatt mit Schlagwörtern wie „Standortsicherung" und „Arbeitsplatzverlust" unnötige Ängste in der sowieso schon verunsicherten Bevölkerung zu schüren?" Heike Weiß Siebnach

Vorbelastung

„Nun ist die erste Planvorlage unter der irreführenden Bezeichnung 'Restmüll-Verbrennung' an die Wand gefahren worden. Umweltbewusste Bürger, nicht die Politiker, haben dies erreicht. Die Auswirkungen dieser reduzierten Anlage sind nicht so harmlos wie beschönigt wird. Dieses Gebäude ohne Schornstein wird immer noch so hoch, wie der Türkheimer Kirchturm. Der Hauptzweck dürfte die Müllverbrennung sein. Doch die Vorbelastung des nordöstlichen Landkreisgebietes durch die Papierfabrik ist ein Faktum.
Warum darf nun noch die drittgrößte Müllverbrennungsanlage Bayerns diesen Raum weit darüber hinaus zusätzlich belasten? Was hier die Verantwortlichen den Bürgern dieses Raumes zumuten, ist ein Skandal, wenn man von der wohlwollenden Haltung zum ersten Bauantrag ausgeht. Gilt für diese betroffenen Bürger die Gewährleistung des Rechts auf Leben und körperliche Unversehrtheit nicht? Oder gilt Art.14GG Abs2 Eigentum verpflichtet.
Sein Gebrauch soll zum Wohle der Allgemeinheit dienen, nicht? Gilt hier nur der Eigennutz? Wissendie Verantwortlichen und die Firma überhaupt, was sie anrichten, wenn Sie dieses Gebiet so extrem belasten würden?
Abgesehen vom Wertverlust der Immobilien und Grundstücken richtet Feinstaub erwiesenermaßen verheerende Gesundheitsschäden an. Es ist wissenschaftlich gefestigte Tatsache, dass insbesondere ultrafeine Partikel – deren Zusammensetzung hier niemand voraussehen kann – besonders weit fliegen. Gefährdet sind insbesondere Kinder, Kranke und Alte.
Die erforschten Auswirkungen auf Hirngefäße von Entzündungen, Störungen des zentralen Nervensystems, Entstehung von Alzheimer und Parkinson bis hin zu verminderter kindlicher Intelligenz und Gedächtnis sind so signifikant, dass hier nicht fahrlässig gehandelt werden darf." Rudolf Müller, Dipl.-Ing. (FH) Türkheim

Mit der Gesundheit bezahlen

„Viele Fragen — unklare Antworten. Hauptsache die Bevölkerung ruhig stellen! So scheint die Stimmung bei der Firma Lang zurzeit.
Wie viele Arbeitsplätze, über welchen Zeitraum sichert die Firma Lang durch den Betrieb eines EBS-Kraftwerks? Zehn bis 20 Jahre? Gibt es Arbeitsverträge?
Ist der Betrieb eines EBS-Heizkraftwerks durch Zusagen von Brennstofflieferanten (Mülllieferanten) gesichert?
Was passiert, wenn die Maschinen stehen? Wird dann die nicht benötigte „Müll"-Energie auf Kosten unserer Gesundheit gewinnbringend verkauft?
Keine Infoveranstaltungen – also keine Fragen und leider auch keine Antworten für die Bürger! Als Antragsteller dieser Anlage sind die Geschäftsführer nicht glaubwürdig.
Wenn die Mitarbeiter von Lang Papier behaupten, die Anwohner leben schon Jahrzehnte neben einer Dreckschleuder (Bericht MZ vom 15.02.08), wieso will diese Firma dann eine noch schlimmere bauen? Man kann nur eins dazu sagen: Es geht um viel Geld und nicht um Arbeitsplätze oder Gesundheit!
Wobei sich die Frage stellt, ob dieses EBS-Kraftwerk auch noch vom Staat (der durch zu lasche Handhabung von Emissionswerten, den Bau einer Anlage in dieser Form ermöglicht) subventioniert wird?
Reichen nicht schon die hohen Steuerbelastungen für die Bürger aus? Jetzt müssen wir auch noch mit unserer Gesundheit bezahlen! Ist das der richtige Weg?" Jochen Waldstein Ettringen

Kein Papier verwenden

„Auch wir im Landkreis Mindelheim machen Müll. Müll ist auf viele Jahre ein sehr gutes Geschäft. Müll bringt Energie (Wärme und Strom). Müllverbrennung muss laufend dem Stand der Technik angepasst werden. Müll und Reststoffe aus der Papierherstellung sind nicht berechenbar. Wenn ein Hausbesitzer einen Kachelofen einbaut, steht auf der Verpackung (Müll im Ofen ist Gift im Garten): Bitte kein Papier und nur trockenes Holz verwenden. Die gleiche Warnung kommt aus dem Landratsamt und vom Kaminkehrer!
Zum Ablauf. Sollte diese Anlage in dieser Ausführung tragfähig werden und mit Sondergenehmigung wie die heutige Schwerölanlage anlaufen, machen wir den Vorschlag: einen Kamin mit zehn Meter Höhe, damit die gute Luft im Umkreis von 1000 Metern bleibt. Die Kostenersparnis aus diesem Vorschlag bitte an Kinderhospiz in, Grönenbach." Franz Baur Amberg, Josef Scharpf Türkheim, Simon Vogel Langerringen


27.02.2009 18:10 Uhr Experten stellen das Heizkraftwerk auf den Prüfstand

Schwabmünchen/Ettringen Die überarbeiteten Pläne der Ettringer Papierfabrik Lang zum geplanten Heizkraftwerk sind da, doch „im Prinzip hat sich nicht viel geändert“ - so lautete das Fazit der Fachleute am Donnerstagabend in der ....»weiter»

Müll-Talk
24.02.2009 18:55 Uhr Das Heizkraftwerk steht auf dem Prüfstand

Schwabmünchen (SZ) - Die drittgrößte geplante Abfallverbrennungsanlage Bayerns steht am morgigen Donnerstag, 26. Februar, in der Schwabmünchner Stadthalle auf dem Prüfstand einiger Experten. ...»weiter»

 


 

Papier ist geduldig
Zum MZ-Bericht: Wir halten alle gesetzlichen Auflagen genauestens ein" vom 13. Februar:

„Man muss schon sagen, die Firma Lang Papier hat gut dazugelernt: eine neue Presseagentur, die die Müllverbrennung einfach besser verkaufen muss. Am besten wöchentlich.
Keine öffentliche Infoveranstaltung mehr. Sonst passiert es wieder wie im vergangenen Jahr, dass man den unangenehmen Fragen, der mündigen Bürger nicht Herr wird. Da schon lieber einen Flyer in alle Briefkästen.
Aber gedrucktes Papier ist ja bekanntlich geduldig. Wann kommt eigentlich der verbale Trick mit der 'fünf-schrittigen' Rauchgasentgiftung in die Öffentlichkeit, der den Bürgern eine fünf-stufige Rauchgasentgiftung vorgaukeln soll? Man darf gespannt sein." Jürgen Weber 86853 Langerringen


Sind die Einwendungen überhaupt gültig?
Zum MZ-Bericht „Wir halten alle gesetzlichen Auflagen genauestens ein" vom 13. Februar:

„Die Fa. Lang Papier hat einen neuen Antrag zum Bau des Heizkraftwerkes eingereicht. Das heißt: Das Genehmigungsverfahren wird von vorn begonnen, als wäre dies auch der erste Antrag. Wie nun rechtlich Einwendungen aus dem Antrag von 2008 diesem Neuantrag zugeordnet werden können, ist mir schleierhaft.
Könnte es sein, dass nach der Einwendungsfrist (endet am 19. März) dieser Umstand zum Tragen kommt? Werden wir in gutem Glauben, dass die alte Einwendung Bestand hat, um unsere einzige Möglichkeit der Einflussnahme gebracht?" Gottfried Filser Türkheim

Beispiel Plattling
Zum MZ-Bericht „Wir halten alle gesetzlichen Auflagen genauestens ein" vom 13. Februar:

„Ich frage mich warum nicht auch in Ettringen ein modernes Gas-Heizkraftwerk wie in Plattling gebaut wird. Laut Matti Nikkanen, stellvertretender Projektleiter bei Myllykoski, sei dies, die effizienteste und umweltverträglichste Lösung. Wenn man sich die öffentlich zugänglichen Umweltberichte des Konzerns ansieht, ist daraus ersichtlich, dass der Standort Plattling einen wesentlich höheren spezifischen Energiebedarf zur Papierherstellung vorweist als der Standort Ettringen.
Wenn es sich für den Standort Plattling um die ökonomisch und ökologisch sinnvollste Lösung handelt, verliert der Standort Ettringen im direkten Gegenzug den Anspruch auf Wirtschaftlichkeit seiner Anlage. Schon aus diesem Grunde halte ich eine öffentliche Info-Veranstaltung der Firma Lang für äußerst wichtig.
Zur Information für Dr. Krauthaut: Laut IVD (Immobilien Verband Deutschland) soll es in vergleichbaren Fällen zu drastischen Immobilien-Wertminderungen gekommen sein! Ob man das so einfach unter den Tisch kehren sollte? Schließlich wird so mancher Haus und Grundstücksbesitzer im Falle der Anlagenerbauung vor einem wirtschaftlichen Desaster stehen." Heike Weiß Siebnach

Als Mitveranstalterin der Mahnwache vom 6. Februar 2009 ist es mir ein großes Anliegen richtigzustellen, dass der Artikel „Wetterfest muss man sein“ vom 9. Februar 2009 in weiten Teilen weder den Geist noch die Inhalte dieser Veranstaltung wiedergibt.Themen wie „white wash, die Deponie oder gar das Verhalten der regionalen Politik wurden nicht angesprochen. Bedauerlicherweise ist auch unsere Kritik an der vorgesehenen Rauchgasreinigung völlig falsch wiedergegeben.
Im Mittelpunkt des Abends stand viel mehr das Grußwort des Altabts Emmanuel von Niederaltaich, der sich seit 15 Jahren mit Gebeten und Donausegnungen gegen den weiteren Donau-Ausbau wendet und der durch seine beeindruckende Persönlichkeit dem dortigen Widerstand Würde und Ansehen verliehen hat. Die ChristInnen in der Bürgerinitiative verfolgen ein ähnliches Anliegen: Ganz bewusst haben sie die Mahnwache als ein Forum initiiert, das über dem Konflikt selbst steht und das die vielleicht im Augenblick utopisch erscheinende Hoffnung auf eine Lösung zum Ausdruck bringt, mit der alle, die Verantwortlichen von Unternehmen und Politik, aber auch die Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Sorge um Umwelt und Gesundheit gut leben können. Jede andere Lösung würde auf Jahren hinaus den Frieden in der Region belasten.
Umso bedauerlicher ist es, dass Ihre Berichterstattung Irritationen hervorgerufen hat, die so im Widerspruch zum Geist der Mahnwache stehen.Juliane Herbold
Hier die Grüße des Altabts an die Menschen, die an der Wertach, der kleinen Schwester der Donau, leben:
„Liebe Freundinnen und Freunde an der Wertach! Durch die alljährliche Segnung der Donau am Fest der Taufe Christi sowie die allmonatlichen Donaugebete ist in Niederaltaich und dem ihn umgebenden Donauraum Gottes heilende Nähe immer wieder erfahrbar geworden. So wünschen wir Ihnen, dass Sie im persönlichen und gemeinsamen Gebet immer wieder von Gott Klarheit und Kraft zur Verwirklichung Ihrer ökologischen Anliegen empfangen. In aufrichtiger Verbundenheit Ihr Altabt Emmanuel Jungclaussen.“


 

13.02.2009 09:00 Uhr „Wir halten alle gesetzlichen Auflagen genauestens ein“
Ettringen Die neuen Antragsunterlagen für das geplante Heizkraftwerk von Lang Papier in Ettringen liegen zurzeit in den Gemeinden aus. Ein Jahr hat es gedauert, sie zu überarbeiten und kritische Punkte auszuräumen. Die Anlage wird rund 125 Millionen Euro kosten und ein wichtiger Beitrag zur Standortsicherung sein... »weiter»

12.02.2009 19:25 Uhr „Alter Wein in neuen Schläuchen“
Landkreis/Ettringen (SZ) - Die neuen Planvorlagen der Papierfabrik Lang in Ettringen (wir berichteten) haben auch die Bürgerinitiative „Gesundes Wertachtal“ wieder auf den Plan gerufen.... »weiter»

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10.02.2009 18:05 Uhr Gemeinderat: „Erst Analyse, dann Bewertung“
Ettringen (emf) - Im MZ-Bericht vom 9. Februar über die jüngste Mahnwache vor den Toren der Papierfabrik hieß es unter anderem: „Der regionalen Politik, die bereits den ersten Bauantrag der Papierfabrik Lang in den Augen der Bürgerinitiative vorschnell gutgeheißen hat, schenkt sie kein Vertrauen.“ Ein Satz dieses Inhalts fiel am Rande der Veranstaltung... »weiter»

05.02.2009 18:00 Uhr Heute beginnt die Auslegung
Ettringen (emf) - Vom heutigen Freitag an bis zum 5. März haben die Bürger Gelegenheit, im Gemeindeamt Ettringen die geänderten Antragsunterlagen der Firma Lang Papier zur Errichtung ihres neuen Heizkraftwerks einzusehen. Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch von 7.45 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr, Donnerstag bis 18 Uhr sowie Freitag von 7.45 bis 15 Uhr... »weiter»

04.02.2009 18:10 Uhr Neue Auslegung der Kraftwerksunterlagen
Ettringen (emf) - Heizkraftwerk der Papierfabrik Gebrüder Lang, zweiter Anlauf: Vom 6. Februar bis einschließlich 5. März liegen nun die geänderten Antragsunterlagen zur allgemeinen Einsicht in der Gemeindeverwaltung Ettringen aus. Es geht um das Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz...»weiter»

 


24.01.2009 Abgespeckt wird nur beim Umweltschutz
Zum MZ-Bericht „Neues Heizkraftwerk wird abgespeckt" vom 23. Januar:

Im Bericht über die Neuplanung des Heizkraftwerkes der Firma Lang entsteht der Eindruck, dass mit der Umplanung vieles besser wird, da die Größe des Kraftwerkes ja „abgespeckt" wird. Leider sehen die Fakten anders aus.
Die Reduzierung der zu verbrennenden Ersatzbrennstoffe auf 90 000 Tonnen pro Jahr und des kommunalen Klärschlamms auf 40 000 Tonnen pro Jahr ist kein Ergebnis der jetzigen Neuplanung. Diese Brennstoffmengen wurden bereits im Februar letzten Jahres im Rahmen der sog. Selbstverpflichtung der Firma Lang nach der ersten großen Protestwelle der Bevölkerung so festgelegt. Bzgl. der zu verbrennenden Menge an Ersatzbrennstoffen und kommunalem Klärschlamm wird also keineswegs „abgespeckt".
Geändert wurde allerdings der Standort für das Kraftwerk. Es soll nicht mehr auf den Platz der alten Deponie auf dem Firmengelände. Diese wird somit auch nicht abgetragen, wie ursprünglich geplant. Die Deponie-Altlast, die keine Abdichtung zum Grundwasser besitzt, bleibt uns somit erhalten und damit ebenso die Gefahr von Grundwasserverseuchungen. Die Firma Lang spart sich dadurch einen zweistelligen Millionenbetrag für die Abtragung und Entsorgung der Deponie – insofern wurde „abgespeckt".
Auch die Technik des Reststoffkessels ändert sich – statt einer zirkulierenden Wirbelschichtverbrennung mit Abgasrückführung wird auf diese Technik zum besseren Ausbrand der Abfälle und der Schadstoffreduzierung im Abgas verzichtet. Insofern wird die Anlage jetzt kleiner und billiger – es wird also auch hier „abgespeckt".
Wenn man sich also die bisher bekannt gewordenen Änderungen für das Kraftwerk bewertet, so wurde bei den Investitionskosten und beim Umweltschutz „abgespeckt" – das war nicht unbedingt das, was die Bürger unter der Überschrift „abgespeckt" erwartet haben.
Armin Weh Ettringen


22.01.2009 17:35 Uhr Neues Heizkraftwerk wird „abgespeckt“
Ettringen (it,mz) - Lange war es ruhig, nun tut sich etwas in Sachen neues Heizkraftwerk der Firma Lang. Wie gestern kurz berichtet, liegen dem Landratsamt nun die neuen, überarbeiteten Antragsunterlagen vor. Während das Amt selbst noch nicht eingehen will auf die Änderungen gegenüber der alten Planung, hat die Firma Lang dazu im Internet mehrere Informationen zusammengestellt. Die wichtigsten:... »weiter»


 


14.01.09 Antwort von Dr. Herbold & Martin Kleint
zum Artikel "Geplantes Heizkraftwerk erhitzt die Gemüter"

 



13.01.09 Grüne sehen sich ernst genommen

...In der Region will sie sich besonders dafür stark machen, dass beim Heizkraftwerk in Ettringen der Firma Lang keine Abfälle zum Einsatz kommen. „Müll soll in eine Müllverbrennungsanlage. Wir brauchen eine andere Energieversorgung“, so Kamm...

»zum gesamten Artikel in der Mindelheimer Zeitung»